mittelstrasse,
die
.
›Mittelweg als empfohlene Handlungsnorm, gerader Weg (ütr.); goldene Mitte zwischen Extremen‹;
vgl. (Adj.) 4.
Phraseme:
die mittelstrasse gehen
o. ä.

Belegblock:

Luther, WA
17, 2, 141, 10
(
1525
):
Sondern die mittel strasse wird durch das Euangelion befestiget und bewaret, Das man nicht nach dem pfennige sehe.
Ebd.
30, 2, 504, 18
(
1530
):
und uns also damit auff der mittel strasse zwisschen vermessenheit und verzagen jnn rechter demut [...] erhalten.
Ebd.
32, 406, 38
(
1532
):
das ich die liebe jnn rechter mitelstrasse gegen jderman gleich gehen lasse.
Stambaugh, Friederich. Saufft.
35, 28
(
Frankf./O.
1557
):
Es ist wol deß fleisches art also / das es schlechts die mittelstrasse nicht treffen / noch gehen kan.
Ebd.
36, 23
:
Sondern lehren die mittelstrasse / Als nemlich / das man Wein und Bier [...] nicht verachten soll / sondern sols zu dancke von Gott annemen.
Luther, a. a. O.
33, 217, 26
;
Peil, Rollenhagen. Froschm.
388, 4027
.