mittelpunkt,
der
;
-s/–
.
›Mitte einer flächig oder räumlich (kugelförmig) gedachten konkreten, mathematischen, astronomischen Bezugsgröße‹; ütr. auch: ›Zentrum, Mittelpunkt einer Vorstellungswelt‹;
vgl. (Adj.) 1,  3.

Belegblock:

v. Ingen, Zesen. Rosenw.
35, 10
(
Hamburg
1642
):
Die Sonne hatte nunmehr den Mittelpunct des Himmels uͤberstiegen.
M. Cunitia. Ur. Prop.
149, 24
(
Öls
1650
):
bey dessen umblauff / dem auff der flaͤche im mittelpunct stehenden Auge der Himmel auff der erden zu liegen [...] scheinet.
Heidegger. Mythoscopia
5, 24
(
Zürich
1698
):
Der Danz waͤre ein kreiß / dessen Mittelpunct der Teufel.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
6, 9
(
noobd.
,
1347
/
50
):
In dem ersten woͤlle wir sagen, waz spera oder ain rundengroͤzze sei, waz der rundengrozze gemain mittelpuncte sei.
Ebd.
56, 5
:
Ain igleich kraiz ist auzpuͤnctig, und auch ain der selb, der [...] seinen mittelpunct niht hat mit dem mittelpunct der erden, sunder er hat in auz der erden.
Mendthal, Geom. Culm.
60, 26
;
Brévart, a. a. O.
57, 21
.
Vgl. ferner s. v.  7, .