mittäglich,
auch
mittäglig
,
Adj.
›südlich; von Süden kommend; auf die Tierkreishälfte mit südlicher Deklination bezogen‹;
zu  3.
Fachtexte.
Bedeutungsverwandte:
, , .

Belegblock:

Schmitt, Ordo rerum
455, 14
(
omd.
,
1466
):
Meridianus [...] mittagigk [...] mittentagig
(oder hier: ›mittäglich‹?).
M. Cunitia. Ur. Prop.
149, 28
(
Öls
1650
):
Also auch durch den meridian, welcher in der Vernunfft gebildet wird / gleich als ein Zirckel durch den Mitternaͤchtischen Wirbel / uͤber dem Haupt eines auffrecht stehenden Men⸗schen hingezogen / biß an den mittaͤglichen Wirbel.
Ebd.
150, 11
:
Die Tagslaͤngen in Stunden und Minuten auff alle orthe der Erden / dehren abstehen vom Mittaͤg⸗ oder Mitternaͤchtlichen Wirbel bekand ist.
Ebd.
173, 35
:
Am rande zur rechter aber 6 mittaͤgige Zeichen *Waage* *Skorpion* [...].
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
7, 357, 3
(
Straßb.
1466
):
Er huͦb auff den mitteglichen wind von hymel.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
25, 22
(
noobd.
,
1347
/
50
):
Daz ander stuͤk dez tyrkraizzes, daz sich abnaiget von dem ebennehter gegen mittemtag, daz haizzet daz mittentegleich stuͤkke.
Löffler, Columella/Österreicher
1, 260, 10
.
Vgl. ferner s. v. .