mitfaren,
V., unr. abl.
›jm. in bestimmter (meist übler) Weise mitspielen, mit jm. / etw. (wie; oft:
grob
) umgehen, verfahren‹.
Syntagmen:
jm. feindlich / gröblich / übel, unmenschlich m
.

Belegblock:

Luther, WA
10, 1, 1, 549, 17
(
1522
):
Alßo hatt er dissem seynen hewfflin auch mittgefarn, wilchs er ließ vorfolgen.
Lappenberg, Fleming. Ged.
558, 10
(
1635
):
Die güldne Friedensbraut, der man von 15 Jahren | Mit Raube, Brand vnd Mord vnmenschlich mitgefahren.
Karnein, de amore dt.
177, 695
(
moobd.
,
v. 1440
):
Es wär dann, das ain tail dem andern als groblich mitfür, das [...].
Opel, Spittendorf
464, 6
(
osächs.
,
um 1480
):
deme [got] sindt diese dingk unverborgen, wie man uns mitteferet.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
7, 497, 1
(
Straßb.
1466
):
wenn cristus kem das sy im gar veintlich wúrden mit faren.
Turmair
4, 218, 11
(
moobd.
,
1522
/
33
):
das David, [...] also groblich sich vergas, das er dem frummen und treuen knecht Urias also mitfuer.
Reissenberger, Väterb.
19500
;
Sachs
15, 282, 2
;
Dirr, Münchner Stadtr.
347, 2
.
Vgl. ferner s. v. .