misgunst,
die
,
vereinzelt
der
;
(für
die
)
/–
.
›Mißgunst, neidbestimmte, auf Schädigung eines anderen gerichtete, mit Verdächtigungen u. ä. einhergehende Haltung e. P. gegen eine andere‹;
vgl.
1
 2567.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , ,  1,  1,  2, , ,  1, , , (
der
), , , .
Gegensätze:
1
 2.
Syntagmen:
m. erlangen, auf sich laden, auf jn. werfen, zu jm. haben, jm. m. machen, etw
. (Subj.)
m. bei jm. gebären
;
die m
. (Subj.)
am herzen nagen, etw. ausleschen, jn. verfolgen
;
sich einer m. befaren
;
aus m. etw. wiederholen, von m. wegen ermordet werden
;
die m. des pöbels, zwischen den capiteinen
;
die geschöpfte / heimliche m
.;
das feuer, die flügel der m
.

Belegblock:

Perez, Dietzin
1, 209, 19
(
Frankf.
1626
):
Zogen mich derowegen also bald widerumb vff zu dantzen / welches mir bey den andern nit ein geringe Mißgunst gebar.
Stoltzius, Chym. Lustg.
88, 3
(
Frankf./M.
1624
):
Groß Ehr macht diesem Koͤnig gleich | Mißgunst vnd Feindschafft in dem Reich.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
233, 6
(
osächs.
,
1570
/
7
):
So due dich einer schalkheit und mißgunst befahrest, so nimb die erste furkel, stecke die obere spitz in die erden und binde daran ahn.
v. Ingen, Zesen. Ged.
387, 26
(
Breslau
1641
):
Was ich aber auff ein Papier schreibe / das wird mir kein Neid / keine Mißgunst / kein Todt ausleschen.
v. Keller, Ayrer. Dramen
940, 23
(
Nürnb.
1610
/
8
):
Daß so vil groß Leud auff ein Tag | Nur von Geschöpffter mißgunst wegen | Sind ermörd worden!
Wyss, Luz. Ostersp.
3, 57, 6
(
Luzern
1616
):
Andre engel alls mitt gespan, | zuͦ denen ich kein mißgunst han, | Verkündent woll doch nit so vil, | wie [...].
Barack, Zim. Chron.
1, 47, 13
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
kundt er sich eben so wenig, [...], mit seinen domherrn, auch der statt vergleichen, und erlangt ain grossen missverstandt oder missgonst bei menigelichem.
Rot
287
(
Augsb.
1571
):
AEmulation, Eyfrung / mißgunst / boͤser neid. Eyfer.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
26, 31
(
m/soobd.
,
16. Jh.
, Hs.
17.
/
18. Jh.
):
Da aber jemants auf dergleichen ambtsverwalter allerlei gefar, mißgunst und andere bese nachreden, [...], werfen wurde [...], der [...].
Perez, a. a. O.
1, 39, 1
;
19
;
40, 9
;
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
9, 24
;
Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim.
219b, 12
;
234b, 29
;
419a, 27
;
Volkmar
712
.
Vgl. ferner s. v. .