misdunken,
V.,
unr.
›Verdacht hinsichtlich einer natürlichen oder üblichen Eigenschaft, Qualität e. S. (einer Aussage, einer Ware, einer Wahrheit o. ä.) oder e. P. schöpfen, Zweifel an der Richtigkeit e. S. haben, etw. bezweifeln‹.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.  2;  4; ,  7.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
706, 38
(
preuß.
,
1434
):
so misseduncket in das der pfeile so vil nicht ist gewesen als im wart czugeschreben.
Loesch, Kölner Zunfturk.
2, 108, 19
(
rib.
,
um 1513
):
an wilchem doich of doicheren si in einichen gewainthuise misduchten, sullen si mit der vurs. zangen up ein blei zeichenen.
Kurz, Waldis. Esopus
1, 90, 31
(
Frankf.
1557
):
Zum Esel trat er zuhin baß: | Mißduncken het er an der stimm, | Sie wer nit eines Loͤwen grimm.
Ebd.
4, 69, 162
:
Doch het er an dem Mann mißduncken, | Vnd dacht: „mit solchem frommen schein | Pflegt wol ein schalck bedeckt zu sein“.
Voc. Teut.-Lat.
qq vr
(
Nürnb.
1482
):
Zweiffeln. od’ mißduncke͂.
Rwb
9, 674
.