mineralisch,
Adj.
›anorganisch, versteinert, petrifiziert; anorganische Substanzen enthaltend‹ (von Arzneien gesagt); ›durch mineralische Substanzen verursacht‹ (von Krankheiten gesagt).
Bedeutungsverwandte:
vgl. (Adj.) 3.

Belegblock:

Stoltzius, Chym. Lustg.
29, 1
(
Frankf./M.
1624
):
Mineralische Sachen. Das ist / alles was man vnter der Erden find vnd graͤbt.
Sudhoff, Paracelsus
6, 454, 31
(
1528
):
ob etwan ein mineralischer fluß, oder humor hinzu
[zu Krankheiten]
lief, so würd er durch dise medicin abgewent.
Ebd.
7, 110, 17
(
1529
):
dan do ist ein neue krankheit, das ist, es ist ein mineralische arznei und ein mineralische krankheit.
Ebd.
252, 4
 f.:
also ist die mineralisch art, dan sie macht schwerer das gewicht. daraus nun folget, das sie gescheiden ist von den elementischen kreften [...]; das element ringert und beschweret nicht, das mineralisch aber ringert und beschweret, dan aus dem wachsen kröpf, schlier, drüsen und kolben, aus dem element aber nicht. darumb gar eigentlich sol betracht werden, wie so ein große underscheid zwischen denen zweien wesen ist, auf das nicht die irrung fürgang den mineralischen weg zu gebrauchen in dem elementischen oder den elementischen in dem mineralischen.
Memminger Chron. Beschr.
30, 23
(
Ulm
1660
):
in deme sie [Natur] viel kraͤfftige Kraͤuter / Wurtzlen vnd Gewaͤchs / ja auch besondere Mineralische Wasser hervor gebracht / dardurch vielen Menschen [...] offtmals geholffen worden.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
268
(
oobd.
,
1607
/
11
):
1 groß stuckh, ist seltzam, meines erachtens ein mineralisch staingewechs.
Sudhoff, a. a. O.
13, 68, 34
.