melancholicus,
der
.
›Melancholiker, mit den Eigenschaften der
melancholei
behaftet‹;

Belegblock:

Fischer, Folz. Reimp.
42, 139
(
Nürnb.
um 1493
):
Den melancolici er [gepranter wein] frumpt. | Auch sunderlich er wol bekumpt | Den wassersuchtigen von kelt.
Sachs (
Nürnb.
1528
):
Der melancolicus zum vierdten | Hat der erden natur mit gierden. | [...] | So im der wein steigt in das hirn, | So thut er nichts dann fantasiern. | Mit springen und geradikeyt, | Olpern, kelbern ist er bereyt, | [...] | Seltzamer possen steckt er vol.
Menge, Laufenb. Reg.
2235
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Ouch ist der mellancolicus | Träge in louffe vnd wúrken suß | Das komet von der kelti sin.
Plant u. a., Main. Naturl.
293rb, 10
(
ohalem.
, Hs.
E. 14. Jh.
):
Melancolici die artent nach der erden vñ sint sorghaft. gerne truric. gitic vñ habende. vn getruwe. zahet. vñ swarzir varwe. Nv hest dv ein elem͂t dc ist div erde.
Eis, Gesundheitsl.
155, 12
(
oobd.
,
1520
/
30
):
Gemeynlich kürbß seyn böß den, die kalter natur seyn, als flegmatici vnd melancolici, vnd seyn gut den, die warmer nature seyn, als colerici.
Vgl. ferner s. v. .