meisterwurz,
auch
meisterwurzel
;
die
.
eine Pflanze, die zu Heilzwecken (auch in der Tiermedizin) benutzt wird; ütr. auch: ›trickreicher Vorwand‹.
Zur möglichen botanischen Art s.
Marzell
5, 364
.
Meist fachbezogene Texte.

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
92, 20
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Den jungen ziepeten und pipsigen hünern thue meisterwurz und quendel ins trinken.
Sudhoff, Paracelsus (
1525
/
6
):
so wissent vom schwefel solche natur [...] den rauch von im, der gleichen praeservirt und conservirt, [...], mit einer addition von meisterwurzen und kranwetber.
Jörg, Salat. Reformationschr.
859, 1
(
halem.
,
1534
/
5
):
[Zürch und Bern] suͦchtend meysterwürtzlj / und necklj / gegen den v orten.
Ebd.
873, 18
:
Allso fiengends wider an meysterwurtzen fürlegen namlich das all jr tuͦn und fürnemen / gang und billickeytt han muͤste.
Haage, Hesel. Arzneib.
19v, 5
(Hs. ˹
noobd.
/
md.
,
E. 15. Jh.
˺):
Maister wurcz, dy sol man stossen in dem mayen in ainem wein und sol im daz gestup dar in ze trincken geben.
Deinhardt, Ross Artzney
351
(
oobd.
,
1598
):
Ain pferdt zu reütn, wie weit du wilt Nimb ain thail galgant, [...], auch souil maister wurzn, alß der stuckh aller sein.
Ermisch u. a., a. a. O.
79, 16
;
Sudhoff, a. a. O. ;