meineid,
der
;-(e)s/–
.›Falschheit, beeidigte Falschaussage‹; Tendenz zu: ›falsches Verhalten und daraus resultierende verbrecherische Tat (generell)‹;
meineid
wird im Kontext mit , 1, , , , (das
), 2
1; 2; 3 (subst.) u. ä. mehrmals der Sündenverfallenheit des Menschen zugeschrieben; er gilt infolge dieser Defizienzen und persönlicher Fehlhaltungen wie frevel, mord, streich, wurf, wundete
als schweres Verbrechen, insbesondere dann, wenn er sich gegen Gott und die göttliche Ordnung richtet, und wird dementsprechend schwer – teils spiegelnd – bestraft; zu (der/das
); 2
; (Adj.), 1.Rechts- und Wirtschaftstexte sowie Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , , (das
), , 1
4; 5, , , , 1, , 1, 2, 1
1; 2; 3 (substantiviert), , 2, 2, 2, (der
), , 3, , ; vgl. 1, , (das
) 2, 1, 1
3, .Syntagmen
(einen) m. sagen / schweren
(mehrmals) / tun, jm. einen m. um etw. schweren, das schweren m. tragen
; m
. (Subj.) aus der sünde kommen, vor das (geistliche) gericht hören
; jn. des meineides anwerfen / verwarnen / übersagen / überwinden / überzeugen
; an einem m. schuldig sein, jn. für m. warnen, jn. um m. auf das gericht laden / treiben, über jn. um m. richten, jn. des meineides wegen erlos erkennen
; der gelerte / offene / öffentliche / rechte m
.; die beschwerung / strafe / verwarnung, der rächer des meineides
; strafe über den m., die warnung für dem m
.Belegblock:
ich wil [...] do obir in richten umme sinen meyneit, mit deme er mich vorsmet hat.
Wen swern vil dicke beide | Treit valsch und meineide.
Swer den menschen Dar zuͦ twinget, daz her eynen meynen eit swert, Jst her Schuldech an deme meineyde oder nicht?
weyl sie yn offentlichem ungehorsam, untrew, meyneyde und gottes lesterunge [...] verharret.
Der duuel schent sy alsamen | die meyneide swerent myt Godes namen!
Kein man noch vrowe sal bose silber noch bose pfenninge in den czuber legen zu geschozze, he reite iz denne nach sinem werde. Tut he iz uber daz, he hat argelist unde sweret meineide.
vnde [her] wold mir einen rechtin meynede gesworn habin vmb min Erbe.
dy hochst puze, [...], wenn eyner daz recht strafft und meyneide sagt [...], ist ydem schoͤppfen 60 und 3 lb. haller.
Die zungn, darvon ursprünglich werden | Auff erden alle ketzerey, | Gottslesterung und verrheterey, | Aller mainayd, untrew und liegen.
wer aines mainaides úberzúget wirt, [...], dero jeglicher [...] sol an gericht noch an raͧt niemermer komen.
Straff über den meineyde. ¶ Jte͂ welcher ein offnen meineyd schwert / dem sollent sine finger damit er geschworn hat / abgehouwe͂ / [...] werden.
darzuͦ ist er eines meyneides uͥberseit vor vnsers herren von Oͤsterrich raͤten.
so sol ouch unser vogt [...] richten umb dis nachgeschriben frevel, [...], nemlich umb wundetten und streiche, [...], umb wuͥrffe, [...], umbe meineyd und hertfelligi.
Der zorn ist die dritte sunde auz der chomen und wachsen die: chrieck, echtung, unwiridcheit, unczimleiche swur und meynaide.
Goerlitz u. a., Rechtsd. Schweidnitz
354, 30
; Kurrelmeyer, Dt. Bibel Var.;
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew. ;
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 192, 45
; Türk, Wortsch. Dietr. v. Gotha.
1926, 78
;