mauten,
V.
1.
›Maut, Wegezoll für durchgeführte Waren entrichten, bezahlen‹ (vom Zahlungspflichtigen gesagt); konvers: ›Maut für eine durchgeführte Ware erheben; eine Ware mit einer Maut belegen‹;
vgl.  1.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.  3.

Belegblock:

Niewöhner, Teichner
564, 3394
(Hs. ˹
moobd.
,
n. 1400
˺):
er beret sich nicht da mit, | ob er spricht, er hab nicht chant | daz man mawtten solt im lant.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1541
):
welcher fert durch di Säss [...], der ist schuldig dem richter zu mauten.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
17. Jh.
):
jede die schuldig seint zu mauten und ihre wahren [...] nit ansagten [...].
2.
›eine Abgabe auf selbsterzeugte Waren entrichten‹; konvers: ›etw. (im Wirtschaftsraum erzeugte Waren) mit einer Abgabe belegen‹;
vgl.  2.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  7,  15,  14.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1431
):
was wïr inner haus hingeben, daz wir daz nicht mauten.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1603
):
waß aber die pauerschaft ehrbauen, [...], daß megen sie dahaimb zu irem nuz brauchen, oder ahn dem markt verkaufen; doch daß sie darvon mauten.