maulesel,
der
;
–/-Ø
.
›Maultier‹; ütr. mit Bezug auf Personen, dann: ›Tölpel, Lastenträger‹;
zu
2
, 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl.
2
, , ; ütr.: 2.
Syntagmen:
einen m. haben, kaufen, keinen m. zum richter haben wollen
;
j. ein m. bleiben, der m. mit hantierung / rüstung geladen sein
;
dem m. horn aus dem hufe wirken
;
auf mauleseln reiten, etw. auf den m. legen, mit dem m
. [wo]
stil halten
;
der geladene / köstliche / römische m
.;
der m. des babstes, zu Rom
;
das regiment der m., korn von dem m
.
Wortbildungen:
mauleselin
,
mauleselmilch
,
mauleseltreiber
.

Belegblock:

Luther, WA (
1530
):
darumb wil ich keinen papstesel noch maulesel, die nichts versucht haben, hierinn zum richter [...] leiden.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
25, 4
(
osächs.
,
1570
/
7
):
nim des horns, so man einem maulesel aus dem linken hufe wirket, und reucher oft damit, so bleibet keine ratz im hause.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
109, 29
(
nobd.
,
um 1540
):
da
[bei dem
backhaus
]
solle ein muller mit seinem maulesel still halten und bey dem gut bleiben so lang und viel, bis er einem sechs strichmetzen gewerth hat.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst (
Straßb.
1522
):
man sol dem Kuͤnig schreiben, er solt das Saltz mit Muleselsmilch besprengen, so sei es behalten vor den Wurmen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Maulesel (der) maulthier / von eim esel vnd einer stuͤten geboren. Mulus. Maulesel von einem rossz vnd eßlin geboren. Hinnus. [...]. Mauleßlin (die) Mula. Mauleselin das im karren zeücht. Mula carrucaria.
Saumesel oder Maulesel.
mauleseltreiber / m. Vn muletier, mulio.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Bleib ein armer Puͤffel / vnd maulesel / biß dich Gott herauß fordert.