Kehrein, Kath. Gesangb.
(o. O.
1517
):
Jch [Maria] bin deß herren dienerin vnd maget | Mein will in gott ist.
das dis kindt von einer armen [...] magtt soll werden ein kunig der werltt
(auch zu
4 und
5 stellbar).
nichts deste weniger ist Frawen stand, Knecht und Magd stand und alle ampt gleich wol Gottes stifft.
man recht und frawen recht, kinds recht, knechts und magd recht jm hausse, burgerrecht oddrr stadrecht jm lande.
nec tu widderschilt und widderbell, quia non est Christlich. Es mag wol knechtisch, magtisch, Turkisch und Tatterisch.
so erhelt er
[der
Gleubige
]
gleichwol in der welt die Vaterschafft, Mutterschafft, Kinderschafft, Herrschafft, Knechtschafft und Magdschafft.
das das jung Magdvolck [...] uber auß frech ist, und flucht bißweylen wie die Landsknecht.
Pfefferl, Weigel. Ges.
33, 1
(
Hamburg
1646
):
Darumb folget aus dem höchsten vnd grösten geboth, [...], das Vierdte gegen dem Menschen er sey [...] Herr oder Knecht, fraw oder Magt.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
1952
(
rib.
,
1444
):
De meistersse en soele nyet sijn aen maget.
in einer nacht hat man [...] bei die 63 widderdeufer gefangen, man, frauen, knecht, mede, kinder.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
2, 223
(
hess.
, a.
1510
):
Wann auch drittens ein gesell, arbeiter oder magd bey einem meister sich ein zeitlang zu arbeiten versprochen, soll er [...]
Österley
, Kirchhof. Wendunmuth 3, 163, 27 (Frankf. 1602):
Man sagt von einer edlen frawen, wenn dieselbig ein magd gemietet, hette sie ir ein besen in den weg geworffen.
eines reichen meyers nachgelaßene witwe, die, so die hanen [...] die stunden anmeldeten, ihre mägd zur arbeit weckt, [...]. Darmit die mägd übel zufrieden.
Hie schaw an diese faule megd!
Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim.
(
Frankf./M.
1649
):
Dann da heist man sie Halsstarrige / [...] / stumme Krotten / vnnd Leibeygene Teuffels maͤgde.
Küther, UB Frauensee
213, 26
(
thür.
,
1441
):
dem gesinde havemeister kache meydden knechten [...] 4 sex.
1 schlos an der megdkamer.
Thiele, Chron. Stolle
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
unnd also sy wol czwolff tage gelag in der krangkeit, do worte or eyne orer meyde.
Die knecht und mayde allesamen | Sollen sein irer herrschafft trew.
Bell, G. Hager
635, 4, 3
(
nobd.
,
1603
):
Er ver lies Haus, hoff, alles schlecht, | nam mit jm weib vnd kinde, | aiden, dar zu meid vnde knecht | Sein ganczes haus gesinde.
Ancilla, die Magd, geht ein vnnd sagt: [...].
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
32, 20
(
els.
,
1362
):
Do entwurte Lucia: „Ich bin eine maget gottes“.
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
Daz ding daz daz ertrich nit mag verdoln, daz daz maͤgeti die vrowen ab dem stuͦle zuket.
Köbler, Stattr. Fryburg
(
Basel
1520
):
Wir woͤllen vnd ordnen / welcher tagloner / knecht / oder maͤgt dingte / vnd im die on vrsach vß dem zil giengen / [...] / So mag er sy durch die Stattknecht handhaben.
Fuchs, Murner. Geuchmat
2591
(
Basel
1519
):
Er [Abraham] hatt ein magt vnd ein zuͦr ee.
Vock, Urk. Hochst. Augsb.
284, 38
(
schwäb.
,
1392
):
ein maͤd und dienerin, diu der siechen und kranker lút phlegen und uzwarten soll.
Diser gebeüt vns eÿnikeit zehalten / der sich selb / sein haußfrau vnd sein maͤget in eÿm hause nit verainen mag.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 217, 13
(
schwäb.
,
1495
):
welche [...] knecht oder maͤgt ausser andern gebietten, [...] dingen woͤllen, daz sy [...].
es soll auch verpotten sein [...], daß knecht und mägd inn- oder usserhalb der flecken hinder den heggen, [...] zusamen sitzen.
Der Frawenaug kochen wol / der Magd augen nimmermehr.
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
53
(
mslow. inseldt.
,
1537
):
die Eltern, [...], sollen auff Ihre khinder, gest, hausgesind Magt vnnd Knecht Ein getreues auffmerkhe(n) tragen.