mülknecht,
der
;
–/-e
, auch
.
›Mühlenarbeiter im Status eines
knechtes
‹.
Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
,  2, .
Syntagmen:
den m. dingen / examinieren / beeidigen / besolden / beköstigen / unterhalten, (nicht) ane fürnemung des pasportbriefes aufnemen
;
der m. getreide malen, die müle fachen, dem mülmeister eide / gelübde tun, in strafe fallen, schweren, das [...]
;
dem m
. [einen Betrag, eine Naturalzuwendung]
geben, die aufsicht befelen, die mülordnung fürhalten
;
von den mülknechten malgeld heischen
;
der m. des müllers
.

Belegblock:

Foltz, UB Friedb.
1, 390, 12
(
Friedberg
1389
):
hee wulde en herstechen, umbe daz hee malegelt hisch von sinen müllenknechten von fruchten, die der buͤrger waren, daz hee doch bilche forderte.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
150, 2
(
osächs.
,
1570
/
7
):
soll der muhlmeister [...] sampt den [...] muhlknechten, [...], durch unsern [...] muhlenvoigt voreidet [...] werden.
Wutzel, Rechtsqu. Eferding
91, 21
(
moobd.
,
1600
):
soll khain maister [...] khainen müllkhnecht [...] ohne furweißung seiner postport- [...] brief nit aufnemben.
Ebd.
35
:
soll ain jeder müllkhnecht oder junger abentlich am Sambstag [...] die müll fachen.
Bretholz, Liechtenst. Herrsch.
248, 7
(
smähr. inseldt.
,
1414
):
melt aber ainer selb, so geit er dem mulchnecht 1 helbling.
Joachim, Marienb. Tresslerb.
22, 23
;
116, 17
;
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
47, 8
;
Ermisch u. a., a. a. O.
156, 13
;
Chron. Nürnb.
5, 457, 17
;
Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 195, 12
;
Voc. inc. teut. q
vijr
;
Bücher, Berufe Frankf.
1914, 86
;
Rwb
9, 935
.