mülherre,
der
;
-n/-n
.
›Eigentümer einer Mühle; Müller, Betreiber einer Mühle‹;
zu  1,  6.
Rechts- und Wirtschaftstexte.
Syntagmen:
der m. ein gelübde tun, den halben multer haben, den schut auf den mülgraben stossen, recht auf der müle haben, dem mülknecht etw. gestatten / zusehen
;
dem mülherren intimation tun, ein halbscheid verbleiben, einen knecht abreden, etw. zu lon reichen, der mülner dem mülherren nicht fugen
;
die becken von dem mülherren nachteil leiden
;
ane wissen des mülherren
.

Belegblock:

Buch Weinsb.
2, 232, 4
(
rib.
,
1572
):
die ander halfscheit den mullenherren und -erben bis uff heutigen tag verpliben.
Brunner, Rechtsqu. Krems u. Stein
185, 23
(
moobd.
,
1524
):
haben die pecken angezaigt, was nachtayll sy von den mulherren, mulnern und peckenknechten leyden muessen mit dem malberch.
Wutzel, Rechtsqu. Eferding
89, 4
(
moobd.
,
1600
):
die maister deß müllner handtwerch sollen aneinander selbst, vill weniger dennen mülherrn khainen müllknecht noch junger nit abreden.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
527, 37
(
m/soobd.
,
17. Jh.
):
Dennen mülherren, damit selbige ihren mülnern bessere sorg auftragen, die intimation zu thun.
Rechn. Kronstadt
3, 69, 43
(
siebenb.
,
1546
):
Domino molae vulgo dem Myl herren in Rwderbach dedi bib., quod gessit curam cubuli regis, asp. 4.
Buch Weinsb.
2, 231, 4
;
Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 250, 37
;
Mell u. a., Steir. Taid.
28, 11
;
Winter, Nöst. Weist.
1, 688, 8
;
Rwb
9, 933
.
Vgl. ferner s. v. (V., unr. abl.) 1.