mülgang,
der
;
–/-gänge
.
1.
›Getriebe eines Mühlrades‹; zu  1, (s. v. in dieser Bedeutung nicht gebucht).

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
143, 31
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Die mühlgenge mus er
[Müller]
ganghaftig erhalten.
2.
›Mühlgraben‹;
zu  1; vgl.  4.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , , .
Wortbildungen:
mülgangwasser
.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist.
2, 665, 13
(
moobd.
,
1333
, Hs.
17. Jh.
):
von der Mitteraue durch den alten milgang.
Ebd.
3, 228, 21
(
1585
, Hs.
16.
/
17. Jh.
):
Wer den mühlgang zu nahent paumb stieß ist zu wandl nach iedem stam 72 ₰.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
184, 27
(
m/soobd.
,
17. Jh.
):
von dannen nach den müllgangwaßer aufwerts zu dem zieglstadl.
3.
›laufender Betrieb einer Mühle‹; zu  1,  1 (ütr.).

Belegblock:

Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
206, 14
(
m/soobd.
,
16.
/
17. Jh.
):
Die millner alhier sollen nun hinfüran an den h. fest- und feiertägen, [...], ihre müllgeng von 7 uhr vormittag an [...] stillhalten.