lerhaftig,
lerhaft,
Adj.
1.
›mit Lehrkompetenz und -autorität ausgestattet (von Personen); der Belehrung dienend, beispielhaft, vorbildlich (z. B. von Exempeln)‹;
vgl.
2
 2.

Belegblock:

Luther, WA
47, 421, 7
(
1537
/
40
):
[Bisschoff], der einen ehrlichen, unstrefflichen wandel fuhret und leerhafftig sej, das er die schrifft verstehe und andern auslegen konne.
Schade, Sat. u. Pasqu.
3, 171, 15
(
1525
):
ein bischof sol lerhaftig sein, sol mechtig sein zuͦ ermanen.
Behrend, Spangenb. Anbindbr.
7, 143
(
Straßb.
1611
):
So man sein Freund nun nicht allein | Anbindet [...] | Sondern jhm seinen Nahmen recht | Ausslegt / [...] | Dann solchs nützlich und Lehrhafft ist.
Chron. Augsb.
9, 87, 9
(
schwäb.
,
1544
/
5
):
wöliches alles clare und lerhaftige exempel allen stötten des hailligen reichs send.
2.
›lernfähig‹;
vgl.
2
 5.
Bedeutungsverwandte:
, ,  1; vgl. ,  1, .

Belegblock:

Schmitt, Ordo rerum
503, 20
(
nd.
15. Jh.
):
Docilis [...] gelernig [...] lerhaftich lerlik [...] lernig.
Volkmar
171
(
Danzig
1596
):
Docilis, lehrhafftig / gelerig.