leiren,
leiern,
V.
1.
›auf der Leier musizieren‹;
zu  1.

Belegblock:

Oorschot, Spee. Trvtz-N.
221, 33
(
wmd.
,
1634
):
Damon auff der Leyren leyret, | Vnd gar trawrig spielet vor.
Voc. inc. teut. o
vijr
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Leire͂ mit der leire͂ Lirare.
Froning, Alsf. Passionssp.
1780
(
ohess.
,
1501ff.
):
man sal uns aber lieren: ich [Luzifer] wyl dich [Maria Magdalena] wol denczeren!
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
30, 13
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
als vil als ein esel leiren kan, als vil kanstu die warheit vernemen.
Bächtold, Zugabe H. R. Manuel.
341, 1237
(
Zürich
1548
):
Nun tanz ich nit gern, was er lirt.
2.
›eintönige Laute von sich geben‹;
zu  1.

Belegblock:

Klein, Oswald
50, 35
(
oobd.
,
vor 1408
?):
ir lierent, zierent | gracket und wacket | hin und her.
3.
›trödeln, zögern, gelangweilt herumleiern‹;
zu  1.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
o. J.):
Eyner ob seiner arbeyt leyert, | Darnach er auff den montag feyert.