leinsame,
der
.
›Leinsamen‹; in den Belegen als landwirtschaftliches Anbauprodukt, als Tierfutter, als Bestandteil von Arzneien, Pflastern angesprochen;
zu (
der
3.
Bedeutungsverwandte:
(
der
3.
Rechts- und Wirtschaftstexte, Fachtexte der Medizin und Pharmazie.
Wortbildungen:
leinsamenmel
,
leinsamkuche
.

Belegblock:

Follan, Ortolf. Arzneib.
106, 30
(
rib.
,
1398
):
eyn plaster to allen suken der borst vnde der syten. Nym ybysche wortzn vnde pappiln bleter vnde linsamen [...], sut ez myt watere.
Brinkmann, Bad. Weist.
333, 33
(
rhfrk.
,
1553
):
da die undertanen zu Zozenhaußen sich beklagen, das sie von alter hero nicht mehr, dann was von einem halben malter leinsamen gesehet.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
74, 33
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Wan sich eine kue nachm kalben nicht rainigen will. Ein schwalbennest und leinsahmen, seuds in kofent.
Ebd.
183, 12
:
Wann du nun die regenwurmer an die angel ansteckest, so bestreue den wurm mit gampfer, den must du auch in einem buxlein behalten und leinsamen darzu legen.
Keil, Peter v. Ulm
32
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Ein wund-pflaster etc. Nim virnes-glaß vnd leynsamen und hartz.
Ebd.
82
:
camillen-öl, ytlichs j lot, fenum-grecum-mel vnd leinsamen-mel.
Rechn. Kronstadt
3, 54, 14
(
siebenb.
,
1538-47
):
Leÿzam kuchen; kwechen pro porcis.
Qu. Brassó
4, 285, 1
(
siebenb.
,
1664
):
Eodem lassen ich Leisem im Namen [...] des himmlischen Vaters, aussäen.
Keil, a. a. O.
55
;
J. W. von Cube. Hortus
119, 25
;
Broszinski, Minner. Chir. Parva
70v
, 12.
Vgl. ferner s. v. (
der
3.