leinkuche,
der
 ;
–/-n
.
›zusammengepreßter Rückstand bei der Entölung des Leinsamens‹; er diente als Köder und bei der Herstellung von Wundverbänden;
zu (
der
3.

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
158, 21
(
osächs.
,
1570
/
7
):
gibet man dem erbherren und müller, wann der erbherr schlagen lesset, von jedem schöffel lein 32 ₰ und den halben theil der leinkuchen als 8. Dann von einem jedem schöffel werden 16 leinkuchen. Gilt daselbsten itzo eine kandel leinöhle 13 in 15 ₰, ein leinkuchen 4, auch 6 ₰.
Ebd.
194, 13
:
nim faulen schafmist, [...] leinkuchen eines eyes gros, [...] küglein daraus gemacht [...]. So essen es die fisch.
Keil, Peter v. Ulm
14
(
nobd.
,
1453
/
4
):
So nym leinkuchen vnd zerstoß die clein vnd red das durch ein sib.
Ebd.
415
.