leibgedinge,
leibding,
(in 1 Beleg:)
leibgedingde,
das
;
-s/-e
, auch
;
leibding
ausschließlich obd.
– Zur Sache: Hrg
2, 1805
.
1.
›Leibzucht, dingliches, zeitlich und inhaltlich begrenztes Nutzungsrecht an etw. (z. B. Immobilien, Land), das auf eine bestimmte Person beschränkt und häufig mit einer Zinsverpflichtung verbunden ist‹; speziell: ›nach Gewährung eines Kredites die auf Lebenszeit des Kreditgebers abzuzahlende Zinsleistung‹; ›Leibrente, finanzielle Zuwendung für eine Person, zumeist die Ehefrau eines Verstorbenen‹; Spezialisierung dazu: ›als Sicherheit für die Mitgift einer Ehefrau eingesetztes Gut, welches beim Tod des Ehegatten den Unterhalt der Witwe gewährleisten soll‹; insgesamt mehrfach metonymisch: ›Vertrag, in dem das Nutzungsrecht bzw. die Leibrente festgeschrieben ist‹; ›Abgabe für das Nutznießungsrecht‹; ›Gut, für das das Recht ausgestellt ist‹;
vgl.
1
 4.
Gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte, auch Chroniken.
Zur Sache: Lex. d. Mal.
5, 1848
.
Phraseme:
in / zu leib(ge)dings weise
.
Bedeutungsverwandte:
2
(
die
),  611, (
die
3, ,  3,  145; vgl. , .
Syntagmen:
das l. auflassen / ausrichten / behalten / bestetigen / bezalen / erben / erlegen / (hin)geben / (inne)haben / (ab)kaufen / nemen / reichen / schätzen / vermachen / versetzen / versteuern / zalen, ein l. auf etw
. (z. B.
auf ein gut
)
schlagen, jm. ein l. (für eigen) geben; das l. an jn. fallen; etw
. (z. B.
die morgengabe
)
ein l. sein; sich des l. verzeihen; etw.
(z. B.
eigen
)
mit l. schweren, jn. mit einem l. abrichten / versehen, etw.
(z. B.
gelt
)
auf l. aufnemen / entlenen, etw. als l. innehaben, etw
. (z. B.
gewer
)
von dem l. geben, etw. zu l. besitzen / empfangen / haben / verwenden, jm. etw. auf sein l. geben, jm. etw.
(z. B.
den brief
)
um ein l. geben, jm. etw. zu (einem) l. bescheiden / geben / verleihen / vermachen / verschreiben; l. des weibes; l. auf lebenszeit; das behauste / erkaufte / gebürliche / halbe / rechte / schlechte / ziemliche l.; ein gulden leibgedinges, begnadung / einbringung des l
.
Wortbildungen:
˹
leibdinggeld
,
leibdingszins
,
leibgedingsgülte
›Geld, das als Rente ausgezahlt wird‹˺,
leibdinggut
(a. 1454),
leibdingholz
(a. 1409),
leibdingsweise
(Subst. und Adv.; a. 1374/5),
leibdingung
(wie
leibding
),
leibdingsrecht
,
leibgedingsrecht
›festgeschriebene Ordnung zur Vergabe von Nutzungsrechten‹,
leibgedingregister
›Verzeichnis der von der Stadt zu zahlenden Leibrenten‹,
leibgedingsteil
›derjenige Teil des eigenen Gutes, der nur als Leibgeding zur Verfügung steht‹ (a. 1572).

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb.
486, 2
(
preuß.
,
1408
):
10 scot lotigis silbirs zu eyme meysters schrybern vor eyne hantfeste Gritten Schillings wybe of ir lybgedinke gegeben.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
710, 28
(
preuß.
,
1416
):
von demselbigen czinse sal der hoff usrichten jerlichen 18 m. leipgedinge.
Toeppen, Ständetage Preußen
2, 360, 30
(
preuß.
,
1441
):
wen Prewsche gutter an die herschafft vorsterben, [...], so sulle die herschafft [...] der frawen die helffte der farenden habe laszen, so verre sie in den guttern nicht liepgedinge habe.
Ebd.
576, 2
(
1443
):
das der vorstorbene freye bey Lunenburg Thomas [...] seligis gedechtniszes noch der begnadunge des leibgedinges seynes elichen weibes wol 6 oder 8 jor donoch gekoufft hot czu seynem veterlichen erbe, das do inneheldt 7 huben, doruff er das leibgedinge vorschreben ist.
Ebd.
3, 644, 6
:
von der guter wegen, dye Paszke von Drosaw zu leibgedinge gegeben hatte M. seinem ehelichen weibe.
Ebd.
4, 442, 7
(
1454
):
der konigin ein leibgedinge hir im lande zu haben.
Leman, Kulm. Recht
2, 4, 50
(
Thorn
1584
):
Von lypgedynge vnde gerade. Noch deme herwete sal das wip nemen ir lypgedynge. vnd allis das tzu der gerade gehoret.
Große, Schwabensp.
64a, 29
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
hat eyn man lipgedinge von eyneme gottes huͦse, der sal der ouͦer breuͦe nemen.
Ebd.
66a, 5
:
so clage her deme richtere, so sal der richtere in daz gebeiten, daz se deme herren daz gelipgedinge vp lazen.
Ebd.
162a, 2
:
HAt eyn wetewe lipgedinge an eygene vnde an lene, Swaz buͦwes dar vffe stat, so se stirbet, daz en erben nicht ir neisten erben.
Chron. Mainz
1, 90, 23
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
so giebt man inne und ußwendig Mentze aller lipgedingesgulte, paffen und leien, 9095 ½ g.
Ebd.
98, 24
:
lipgedingsgulte, da etliche das dritteil und etliche an der houbtsommen faren lassen hant.
Brinkmann, Bad. Weist.
95, 22
(
rhfrk.
,
1476
):
der fronhof [...] zue leibgeding, und der ist frei alles frondiensts und atzung.
Köbler, Ref. Wormbs
300, 16
(
Worms
1499
):
ein yeder mag syn eigen Buguͦt als garten zu wiesen. [...] Es were dann das ime solichs [...] verbotten were. als in bestentnussen. lypgedingen.
Beyer, UB Erfurt
2, 283, 7
(
thür.
,
1350
):
wan dyselbin dorfere [...] der vorgenantin vorn Elsen, unsir elichen frowen, lipgedinge waren und wir sie ir zu lipgedinge bescheidin hattin.
Thiele, Chron. Stolle
153, 30
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
brachten sy dar nach keyn martpurgk in hessen, das or lip gedinge was, unnd goben or das in mit allen rechten, gerichten, czinsen unnd renthen.
Ermisch, Freib. Stadtr.
24, 28
(
osächs.
,
1325
):
Welch man eine vrowen nimit mit lipgedinge, hat si wol einen vurmunden daruber gekorn, aber des gutis sal zu rechte der man mit ir gebruchen, di wile si lebit.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
710, 7
(
osächs.
,
1523
/
4
):
Wie man von erbe und farender hab schuld gilt und nicht von der frauen leibgeding. Frentzel [...] hat er lassen dingen bei seinem lebendigen leibe einen hof und anderhalb huf mit aller zugehorung, die sie [wirtin] entpfangen hat von irem lehnhern, als recht, zu leipgedinge.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
128, 16, 8
(
schles.
,
1361-63
):
daz dy selbe anne do von hebin sal hund’t mark iris lypgedingis.
Chron. Nürnb.
2, 323, 13
(
nobd.
,
1449
):
umb daz selbig gelt, daz einer also ze steur gab, gab man im ein gülden leibgedings auf einen leib umb 8 gülden, auf zwien leib umb 10 gulden.
Loose, Tuchers Haushaltb.
178, 13
(
nürnb.
,
1505
):
darauf kauft ich ir [tochter] hie in der loßungstuben 30 gülden leibding pro – gulden.
Rieder, Gottesfr.
238, 30
(
els.
,
1363
):
Es sol [...] jelich phleger jerlich [...] brief setzen, den er mit des huses ingesigel besigellen sol, ob er des jares icht verkoͮft hab: lipgeding, widerkoͮffe oder ewig, ob er kein persone enphangen hab oder ime keinú abgestorben si, oder kein lipgedinge oder ander guͦt des jares angevallen.
Geier, Stadtr. Überl.
12, 34
(
nalem.
,
1250
bis
15. Jh.
):
daz nieman sin aigen mit lipding schwaren sol, er welti dann sin kint gaistlich damit versehen.
Merz, Urk. Wildegg
18, 6
(
halem.
,
1399
):
die selb morgengab nach der statt Zuͥrich recht sin lipding ist.
Ebd.
82, 3
(
1524
):
Magdalena [...], die das Kloster Kungsfelden verläßt, [...] hat sich des Gutes wegen, so ich an barem geltt, kleyder vnnd kleinott, ouch zuͦ lipdings wise in soͤllich gotzhus gebracht, abfinden lassen.
Ders., Urk. Lenzb.
10, 10
(
halem.
,
1433
):
Dazu hätten sie beiden vnd Wernher [...] zuͦ iro aller leben vnd in lipdings wiß [...] zuͦ handen gestossen den pfundzol ze Lentzburg.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
213, 29
(
halem.
,
1486
):
das die obbemeldten frowen, [...] daͧ moͧgen beliben und ir pfrunden [...] niessen, mitsampt irn libdingzinß, ußgenomen die jaͧrzit milch.
Boner, Urk. Zofingen
665, 3
(
halem.
,
1523
):
Baltissar Spentzig [...] und das Kapitel [...] verkaufen dem Hansen Allwand, [...], um 100 Gl. Berner Währung 10 Gl. jährlichen Leibdinggeldes ab allen des Stifts Einkünften.
Merk, Stadtr. Neuenb.
82, 17
(
nalem.
,
1496
):
daz si allen denen, die jeͣrlich zins, gult und leibgeding auf gemelter stat haben, iedes jars, [...] nit mer dann halben tail solher zins, gult und leibgeding zu raichen [...] schuldig [...] sein.
Köbler, Stattr. Fryburg
143, 32
(
Basel
1520
):
das sy die selben kinder [...] mit einem gepürlichen vnd zimblichen lypgeding versehen.
Ebd.
154, 23
 ff.
So yemants lypding oder nodtpfründ kouffen woͤlt. Woͤlt ouch yemants sin guͦt zuͦ lypding verwenden / wa dañ sine sip fründ [...] / jm solch lypding geben [...] woͤlten / so sol er das lipding by inen / vñ nit anderßwa kouffen.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
2, 125, 27
(
schwäb.
,
1354
):
ez waͤre denne daz ain gotzhusman oder ain gotzhusfrowe gedingdes mit ainem probst uͦberainkomen waͤren umbe lipgedingde oder umbe phruͦnden.
Schulte, Rav. Handelsges.
3, 489, 8
(
schwäb.
,
1447
):
Jost Huntpis hat aber mit unss gerett, im und sinem wib zu köfend 100 gulden libgeding.
Sappler, H. Kaufringer
6, 293
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
ich wünsch im bis an seinen tot | als ungelück ze leipgeding. | got geb, das im nicht geling, | was er immer greifet an!
Müller, Nördl. Stadtr.
375, 32
(
schwäb.
,
1488
):
wer im rechten mit gnugsamer urkund umb schuld, lipding oder zins überwonden wirt.
Chron. Augsb.
1, 306, 9
(
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
das yederman umb sein leibding ainer dem andern brieff geben und nemen sol.
Ebd.
316, 4
:
da tet die stat mit irem bischoff [...] alle leipding in zinßlechen, und der pfaffen leibding solt stan sibentzig jar.
Ebd.
2, 371, 6
(
1424
):
wie wir her Anshelm [...] ettwas leibtinggelts von wegen des hochwürdigen hern Peters, [...], verschriben.
Ebd.
7, 305, 28
(zu
1552
):
finden wir auch nit, daß [...] den kindern in der wiegen leibgeding kauft werden muessen.
Ebd.
9, 233,
Anm. 3 (
1555
/
61
):
nachdem aber ain rat seine leibgedingregister und buecher der schulden übersehen ließ, hat sich erfunden, daß [..].
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
179, 21
(
schwäb.
,
v. 1542
):
Sy vertriben ach ful pfarrer auf dem lant von den pfarren, wo sy zu bieten hetten, gaben etlichen leybgeding 60, 50 gulden, etlichen pension oder gelt darfur.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 340, 1
(
schwäb.
,
1603
):
Wan hinfüro gleich mit unserer bewilligung dergleichen leibgeding ainer [...] auf ain guott geschlagen und dan hernach sich der fahl, verenderung des guotts durch absterben, schulden oder anders zuetragen [...] solte, daz alßdan diejenigen personen, welchen solch leibgeding versprochen [...], sich für alle forderung [...] mit zehen guldin gänzlich hindan und außlösen lassen sollen.
Müller, Stadtr. Ravensb.
271, 3
(
oschwäb.
,
1538
):
das man die lipding solle fuͥr ligende guͤter versturen.
Nyberg, Birgittenkl.
2, 284, 5
(
oobd.
,
1538
/
40
):
Peter Alber [...] ist ein weltlicher brister [...] gewest, [...] hat ein leibgeding alle jar X fl. von Scheuern mit im bracht.
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
206, 4
 f. (
noobd.
,
1326
):
so sul wir der selben Gertrauden daz vargenant leipgeding halbez geben [...] und sol dann daz selb leipgeding, als diu selb Gerdraut verschaidet, wider an unser vargenantez haus [gevallen].
Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 133, 16
(
moobd.
,
1357
):
so suͤllen die guͦt paydew pawͤleichen ligen ze veld vnd ze dorf, alz leipgedings recht ist.
Ebd.
171, 36
(
1374
):
vmb den hof [...], den ich vnd mein hausfraw [...] ze rechtem leipting haben gehabt vnd in leiptings recht von den hochmaistern.
Staub, Qu. Wien
3, 1, 1267, 15
(
moobd.
,
1380
):
dannoch sol es die egenant Margret in nucz und in gewer innehaben, als leibgedings recht ist.
Ebd.
3, 1, 1282, 8
(
1381
):
Get der Vischel ab, so ist es der vrown leibgeding, nach irm tode wider auf sein erben.
Ebd.
3, 2, 2555, 3
(
1408
):
Hocz der jud hat geben nuͦcz und gewer von dem leibgeding und von alle den rechten, die fraw Ann [...] hat an den zwain hewsern.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 2, 3578a, 21
 f. (
moobd.
,
1454
):
item ainen leibgedingbrief vom abt von Gerus umb zehent; item ain leibgedingbrief von dem brobst.
Ebd.
2, 3, 4055, 3
(
1463
):
[B. übergibt sein]
leibgeding und gerechtikait
[an dem Hause].
Lampel, Qu. Wien
1, 8, 15695, 28
(
moobd.
,
1458
):
daz er die [weingeͣrten] stiftlich und peẅlich in guͦtem mittern paw haltt, als pergs lands und leibgedings recht ist.
Turmair
4, 387, 33
(
moobd.
,
1522
/
33
):
[zwên erzkünig] machten frid mit den Teutschen, gaben in leibgeding und verschriben in gelt von haus aus.
v. Maren, Marquard. Ausgabe
102, 19
(
Venedig
1483
):
Uon leibgeding. Nympt er auch leib geding vnd enpfehet er auch mer dann er auß geben hat ditz ist auch nicht wuͤcher durch des zweifels seines lebens.
Toeppen, a. a. O.
3, 642, 32
;
5, 513, 5
;
Ziesemer, a. a. O.
233, 32
;
Große, a. a. O.
58a, 16
;
Goerlitz u. a., Rechtsd. Schweidnitz
68, 25
;
201, 18
;
Küther, UB Frauensee
263, 18
;
Kisch, a. a. O.
406, 68
;
411, 5
;
513, 29
;
Wattenbach, Urk. Rauden
96, 26
;
Chron. Nürnb.
2, 16, 11
;
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
423, 16
;
430, 20
;
v. Birken. Erzh. Österreich
68, 15
;
Bernoulli, Basler Chron.
4, 4, 18, 8
;
Merz, Urk. Bremgarten
38, 8
;
130, 6
;
Boner, a. a. O.
161, 9
;
Leisi, Thurg. UB
7, 554, 21
;
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
114, 34
;
Rennefahrt, Zivilr. Bern
85, 20
;
Dierauer, Chron. Zürich
19, 39
;
Boner, Urk. Aarau
464, 5
;
Kläui, Urk. Kaiserstuhl
90, 9, 11
;
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
187, 18
;
V. Anshelm. Berner Chron.
4, 318, 25
;
5, 31, 11
;
Chron. Augsb.
2, 119, 15
;
2, 177,
Anm. 3;
2, 347, 13
;
4, 175, 4
;
4, 359,
Anm. 1;
5, 30, 13
;
5, 12, 16
;
5, 299, 13
;
8, 388, 11
;
9, 75, 6
;
9, 75, 10
;
9, 75, 13
;
9, 163, 12
;
Nyberg, a. a. O.
2, 286, 15
;
Hauber, UB Heiligkr.
1, 314, 31
;
1, 334, 9
;
1, 466, 8
;
Gehring, a. a. O.
3, 287, 6
;
Bastian u. a., Regensb. UB
5, 20
;
128, 5
;
Bastian, Runtingerb.
2, 11, 1
;
31, 9
;
Steinberger u. a., a. a. O.
115, 38
;
Mon. Boica, NF.
2, 1, 155, 23
;
Thiel u. a., Urk. Münchsm.
166, 15
;
Auer, Stadtr. München
97, 4
;
196, 29
;
398, 22
;
Vogel, a. a. O.
1, 244, 1
;
UB ob der Enns
10, 21, 23
;
595, 4
;
606, 12
;
Fuchs, Kart. Aggsbach
167, 15
;
Staub, a. a. O.
3, 2, 2466, 14
;
Lampel, a. a. O.
1, 8, 15617, 11
;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
246, 28
;
ders., Steir. Landr.
191
;
192
;
Maaler
424r
;
Vorarlb. Wb.
2, 255
;
257
;
Rwb
8, 1059
.
2.
›Vermögen, Eigentum; irdischer Besitz‹.

Belegblock:

Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. vngerat. Sohn
355, 8
(
Wolfenb.
1594
):
Wie man den Alten Vnd sein Gemahel, [...] vnd ein stadtlich Leibgeding haben wird, vber die halbe reumede.
v. Groote, Muskatblut
74, 46
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
Hort waz ich singe, es heist lib dinge, | wan es stirbt abe.
Turmair
1, 162, 2
(
Nürnb.
1522
):
ain tail hat [...] Erchanfrid vor etlichen jaren als sein aigen gut darzu verschriben und übergeben, welcher dan unser königliche wirde vast gepeten hat, das wir im über solich bischoffliche leibgeding unser bestetung-gepot verschufen, dadurch er und sein nächster freunt [...] ir leben lang [...] die obgemelten stücke inhaben, nutzen und brauchen möchten.
3.
›Kopfsteuer‹.

Belegblock:

Chron. Augsb.
2, 8, 2
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
und umb sollich groß beschatzung muesten die burger in den reichstetten leibgeding hingeben, ie ain guldin umb fünf guldin.