2
leib,
der
 ;
–/-Ø
, auch
-er
 ;
zu
mhd.
leip
›Brot‹
(Lexer
1, 1869
).
›das geformte, wiegbare Brot‹; auch ütr. auf andere formbare Lebensmittel (z. B.
schmer
›Schmalzballen‹).
Wortbildungen:
leibbek
›Brotbäcker‹,
2
leiblein
›kleiner Brotlaib‹.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft.
Jer. 37, 21
(
Wittenb.
1545
):
[Zedekia] lies jm [Jeremia] des tages ein Leblin
[
Cranc
14. Jh.:
kuchin
;
Froschauer
1530:
mütschly
;
Eck
1537:
torte
]
brot geben [...] / bis das alles brot in der Stad auff war.
Kollnig, Weist. Schriesh.
156, 29
(
rhfrk.
,
1595
):
so hat der gast macht, sich umbzusehen, so er ein leib brot auf dem tisch find liegen, darvon so viel abzuschneiden.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
41, 7
(
Frankf./M.
1568
):
[Der Beck] Sem͂el / Bretzen / Laub / Spuln vñ Weck / | [...] | Thut man zu Ostern bey mir suchn.
Skála, Egerer Urgichtenb.
65, 5
(
nwböhm.
,
1569
):
Zu hierschin er sager vnd hans walter 1 sackh korn vnd 13 laub Proth gestolen.
Ebd.
191, 12
:
In Bachoffen gelegen, offt Ihr drej oder vir bej sam gewesen sonderlich die lauber genommen [...] hetten Sie Prott vnd anders gestoln [...] Wern vngefer. 10. laib[er] brotts.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
75, 26
(
nobd.
,
1355-1360
):
Man sol auch backen eyn ieglich pfister 1 wastel umb 3 ₰, 1 leub umb 3 ₰.
Chron. Nürnb.
2, 335, 15
(
nobd.
,
1450
):
man trug auß der stat pulver in brot, also daz man die laib und ander prot innen außholdert und schuben pulver darein.
Ebd.
5, 816, 31
(
1516
):
Bierversucher 2. Brüefmaister 3. [...] Becken über das semelprot 6. [...] Laibpecken 2.
Mon. Boica, NF.
2, 1, 39, 1
(
nobd.
,
1464
):
die newen forstmeinster bringen newe gult auf, kesz, ayer, lobe prots und fuͤre und dinste.
Welti, Stadtr. Bern
198, 12
(
halem.
,
1406
):
vss moͤgent si bachen muͦlscherren, vierenwerdig leip oder zweijenwerdig brot, nach dem alz daz von alter har komen ist.
Chron. Augsb.
9, 335, 14
(
schwäb.
,
1536
):
es wassend gar groß schmerlaib, hett etwan ain laib ℔ 120.
Hauber, UB Heiligkr.
2, 478, 34
(
schwäb.
,
1551
):
Solle ainer ieden frauen [...] im convent alle wochen zway weisse laiblin oder ain jeger laiblin darfúr und ain mass wein zú iren pfruenden gegeben werden.
Rauwolf. Raiß
19, 22
([
Lauingen
]
1582
):
haltend in seiner hand ein langes Eysen [...] / damit man pflegt die Layb brots an boͤden zu saͤubern.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 1, 1796, 16
(
moobd.
,
1410
):
[zu jeder Mahlzeit gleich den Herren]
½ achterin weins
, [täglich vier]
laibel prot.
Zingerle, Inventare
31, 2, 26
(
tir.
,
15. Jh.
):
zway laibt smer vnd ain stok v̈nslit.
Kollnig, a. a. O.
192, 11
;
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 35, 34
;
Skála, a. a. O.
127, 24
 f.;
148, 13
;
187, 9
;
188, 4
;
225, 13
;
Loose, Tuchers Haushaltb.
60, 16
;
Rennefahrt, Recht Laupen
58, 18
;
Winter, Nöst. Weist.
1, 250, 40
;
3, 41, 32
;
Wiessner, Wortsch. Wittenw. Ring.
1970, 113
;
Alberus
c ijr
;
Schwäb. Wb.
4, 926
.
Vgl. ferner s. v. (V.) 5,  4, .