Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
ware wir gebunden zu | Gote mit ebenem loufe
(hier reimbedingt semantisch sehr vage).
Steer, W. v. Herrenb. Büchl.
475
(
pfälz.
,
1436
):
Die lichtickeit auch jn dem füre ist nicht wesenclich das füre vnd beweget doch das füre, das es sinen lauff über sich hat vnd sin bewegnis.
Froning, Alsf. Passionssp.
(
ohess.
,
1501ff.
):
widder den lauff der natuer ist hie [Jesus] geborn | von Marien ußerkorn!
Kurz, Waldis. Esopus
(
Frankf.
1557
):
Doch wie die gmeinen leuff vns lern, | Trifft vntrew gern jhrn eignen Herrn.
Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim.
(
Frankf./M.
1649
):
daß auch die Dinge eygentlich vnd alleinlich auß der Natur herkommen [...] / die auch bißweilen von dem gemeinen Lauff der Natur in etwas abweichen.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
(
omd.
,
1338
):
Alsam dy palme sygeber | Mere ich myner tage louf | In wirdekeit an sunden kouf.
Hübner, Buch Daniel
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Da uwer wille vol gat | Lieblich nach der werlde louf.
Jahr, H. v. Mügeln
103, 129
(
omd.
, Hs.
1463
):
wie kalt noch hitzik si die sper | des himmels, doch sie hitzet ser | die dink nach ires loufes art.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
26, 26
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Astrologia, mit laufe oberlendischer sachen irdisch laufes auslegerin.
weil das Euangelium [...] seinen lauff gehabt.
Rudolphus aber / gedachte dem lauff seines sieghafften Gluͤcks nachzuhaͤngen.
Thiele, Minner. II,
18, 193
(Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
das well wir gůt län sin | und richten uff ain andern loff.
Aristotiles. Der gru̇blet na in dem lof der natur, wer der weri, der da ist ein herr der natur.
Die wil die natur in irem natu̇rlichem loͮffe was, do hat ein iegliches tier daz sin werk.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
und die naht iren louf vollebroht hette.
Roloff, Brant. Tsp.
2550
(
Straßb.
1554
):
Menglich mag mercken auch hiebei | Das es vast jetzt der welt louff sei.
das ist ein gewechs nicht natürlichen laufs, wie ein stern sein sol, sonder von got also verordnet sonderlichen in ein andern lauf.
Welti, Stadtr. Bern
(
halem.
,
1416
):
daz der vnser stat von Bern vmb x schilt verfallen sin sol [...], nach dem als die loͤiffe der sach sich hoͤischent.
Koller, Ref. Siegmunds
(Hs. ˹
Basel
,
um 1440
˺):
der git an geystlichen und weltlichen hat gentzlich sinen loͮff.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
die [ketzer] anders niht gelauben wellent denn der nâtûr gemainen lauf.
Niewöhner, Teichner
348, 29
(
moobd.
,
1360
/
70
):
dw di worhait selten sagen, | dw mochten selb nicht vertragen, | der in seit den rechten lauf.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
20, 38
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
lawf der naturen | hat gar dein [Maria] kewsch entspent.
Hohmann, H. v. Langenstein. Untersch.
77, 123
(
moobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
Wenn got [...] raicht dew auswendigen ding also, daz er in let yͤrn naturleichen lauff vnd nach irr natur, dew in von gote ist geben.