lattich,
der
;
–/-en
auch
-e
;
sehr variable Schreibformen, darunter
lactucke
;
aus
lat.
lactūca
›Lattich, Kopfsalat‹
(Kluge/S.
1989
, 430).
›Lattich‹, eine Gattung der Korbblütler, zu der zum einen der heimische Gartensalat, der Kopfsalat, der Giftlattich, zum anderen aber auch der Huflattich zählen. Das Wort bezeichnet also offensichtlich sowohl lat.
lactūca
(zu lat.
lāc
›Milch‹, da diese Lattichart milchsaftführend ist) wie den Huflattich (
tussilago
). In den Texten kann nicht immer zwischen den beiden Pflanzengruppen unterschieden werden.
Zur Sache: Marzell
2, 1145
 ff.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .
Wortbildungen:
lattichenblat
,
lattichensaf
,
lattichensame
,
lattichwasser
,
lattichwurzel
(15. Jh.).

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
8612
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Under disen sechz fitchen | Luzet als under litchen | Sechz houbthafte tugent.
Arndt, biechlin
B jr
(
Freiburg
1523
):
In disen monaten sol man nit essen lattich / koͤl vnd papeln / wann sie haben eyter vnd gifft in inen.
Eis, Albrants Roßarzneib.
113, 13
(
schles.
,
2. H. 14. Jh.
):
Welch ros hoͤupt sich ist, so nym retich unde latich, wol gedorrit.
Chron. Strassb.
60, 10
(
els.
,
1362
):
wolt er kole und latiche in dem garten [...] ropfen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
3, 256, 14
(
Straßb.
1466
):
sy essen [...] derb brot mit wilden latichen.
Ott-Voigtländer, Rezeptar
206r, 23
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
Dem der hals we tůt, der stosse / ladken bletter mit wisses brotes brosman.
Ebd.
215r, 28
:
Der sich benetzet, der trink ladken mit altem win.
Maaler
76r
(
Zürich
1561
):
Der Brãd wirt auch mit Lattich oder lacten geheilet.
Ebd.
276v
:
Lacten oder lattich / bringend einem einen Lust zů der speyß.
Rauwolf. Raiß
24, 5
([
Lauingen
]
1582
):
Inn disen Gaͤrten / [...] / werden gefunden / mehrerlay sorten von Salat vnd Kuchenkreüter / alß Endiuien, Lattich, Ruckelen, Aspargen, Eppich.
Haage, Hesel. Arzneib.
9v, 9
(Hs. ˹
noobd.
/
md.
,
E. 15. Jh.
˺):
stosz latichen somen und leg daz in ain tůchlein in ain barmes basser.
Eis u. a., G. v. Lebenstein
66, 17
(
oobd.
,
1. V. 15. Jh.
):
Lattig wasser LAtich wasser ist gut, wer den haisen ritten hat, der trinck das wasser.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
268, 30
(
oobd.
,
1349
/
50
):
daz selb übel vertreibt er mit lattuken saff.
A. à S. Clara. Deo Gratias
23, 2
(
Wien
1680
):
so curirt er [der Drach] sich mit den wilden Lattichblaͤttern.
Menge, Laufenb. Reg.
1892
;
4781
;
Wyss, Luz. Ostersp. nach
6890
;
Haage, Hesel. Arzneib.
17v, 6
;
Eis, Gesundheitsl.
135, 33
;
Drescher, Hartlieb. Caes.
262, 4
;
Bremer, Voc. opt.
50126
;
Voc. Teut.-Lat.
sjr
;
siijv
;
Brack
d 10r
;
Hulsius
L iv
;
Dasypodius
471r
;
Maaler
264v
;
Lehmann, Rezeptb.
210/11
;
Stedtfeld, Roger-Glosse
83
.
Vgl. ferner s. v. .