lasse,
die/das
.
1.
›Müdigkeit, Erschöpfung‹;
zu (Adj.) 1.

Belegblock:

v. Keller, Amadis
870, 24
(
Frankf.
1571
):
Galaor, welcher biß dazumal sich nicht zu seinem Widersacher, seinem begern nach, von wegen seines Pferdts lasse, nähern vnd fügen mögen.
Stackmann u. a., Frauenlob
7, 38, 15
(Hs. ˹
nobd.
,
3. V. 15. Jh.
˺):
Erferest du nach bazze, | daz sie erfuren dinen strich, | kom nimmer uf daz lazze.
Jörg, Salat. Reformationschr.
506, 18
(
halem.
,
1534
/
5
):
das by den Eydgnossen ein ding zů der harr kund / und dann mit der harr / die lasse und verdruß.
2.
›Zündung‹;
zu  27.

Belegblock:

Klein, Oswald
26, 78
(
oobd.
,
1431
/
2
):
ainer kotzt, der ander hielt | den bomhart niden mit der langen mässe, | als der ain büxs von anderspielt, | die überladen wër, durch bulvers lasse
(hier wohl auf Blähungen bezogen).