2
lappen,
V.;
zu
lappen
›lecken‹ (Dwb
6, 195
); von Lexer
1, 1812/1834
zu mhd.
laffen
›schlürfen, lecken‹ gestellt, vgl. in diesem Wb.
laffen
.
1.
›schlürfen, saufen (von Tieren gesagt); trinken, schlürfend trinken (von Menschen gesagt)‹.
Bedeutungsverwandte:
1
 1, , (V.) 1.
Wortbildungen:
laphaftig
›was man lappen oder schlappern kann‹ ( Schmidt s. u.).

Belegblock:

Fastnachtsp.
88, 20
(
nobd.
,
v. 1486
):
Ich rat dir werlich, du gest hinweck | [...] | Ee ich dir selbs schieß auf die zungen, | Das du konst furpas nimmer lappen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
5, 340, 5
(
Straßb.
1466
):
An der statt an der die hunde lapten das plút naboth: vnd do lapent sy dein plůt
[Var.
lafften / laffen
].
Maaler
262v
(
Zürich
1561
):
Lappen oder laͤcken wie ein hund. Lambere, Allambere.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
295
(
Genf
1636
):
lappen / Trincken wie die Hundt vnd Katzen / Lapper à la facon des chiens, Lambere.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
1, 29, 78
(
schwäb.
,
1471
):
All lust ist worden tewr | [...] | Woluff mit mir zumm Maluensey, | Nun lernens wasser lappen.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
214
;
Schweiz. Id.
3, 1348
;
Schwäb. Wb.
4, 992
.
2.
›jm. eine Ohrfeige geben‹.

Belegblock:

Buch Weinsb.
1, 129, 6
(
rib.
,
um 1560
):
ich [...] warf in widder under mich und lappden in mit flacher hant uff die backen.