langmütigkeit,
die
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-Ø/–
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›Langmut, übergroße Geduld, liebende, verzeihende Nachsicht, geduldige und vertrauensvolle Erwartung (als Qualität Gottes wie des religiösen, insbesondere der mystischen Gottsuche nachgehenden Menschen)‹.
Meist Texte religiösen Inhalts.

Belegblock:

Luther, WA
17, 2, 115, 16
(
1525
):
langmuͤtickeyt wundschet auch, das ungerochen bleybe und der sunder gebessert werde.
Logau. Abdank.
163, 24
(
Liegnitz
1651
):
Diesen [Friede] hat unß der Vater aller Barmhertzigkeit [...] um seines Nahmens Ehre / Guͤtte und Langmuͤttigkeit wegen [...] gegeben.
Vetter, Pred. Taulers
23, 22
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
wenne er [herre] wúrcken [...] welle, das lossent sú sime goͤtlichen willen in einre gelossenre gebeitsamer langmuͤtikeit.
Strauch, Schürebrand
6, 10
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Diese lieben [...] megde süllent ir zů gespilen erwelen [...] und bi in leren veste zů blibende in dem růffe uwers geminneten und mit minnesamer langmuͤtikeit vil frühte sameln.
Ebd.
17, 5
:
Eine minnenriche getruwe gehorsame brut des geminneten můs haben langmuͤtekeit, das sú ires geminneten getultecliche und froͤliche beite.
Bauer, Geiler. Pred.
324, 24
(
Augsb.
1508
):
darumb ist dir nott das du habest die tugent der lanckmuͤtigkait / uff das du gotes trostes moͤgest warten.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
36, 7
(
tir.
,
1464
):
in allen dinngen sült ir eüch selbs erczaigen als seine diener in vil geduldikhait, [...] in chunst, in langmüetikhait, in sënftmüetikhait, in dem heiligen geist, in der lieb.
Strauch, a. a. O.
19, 11
;
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 15, 7
Var.;
Voc. inc. teut. o iijv;
Schwartzenbach H iiir; K vr;