landzwinger,
der
.
1.
›Gewaltverbrechen‹;
zu  58.
Wortbildungen:
landzwingerei
.

Belegblock:

Dinklage, Frk. Bauernweist.
80, 24
(
nobd.
,
1429
):
das mit namen off die zent gehörn sol diepstal, mort, brant, felscherij, lantzwinger und raub, und was das leben antrifft.
Dertsch, Urk. Kaufb.
1351
(
schwäb.
,
1351
):
umb mein mörklich verhandlung, damit ich mich layder mit diepstal, landszwingery, beschätzung etlicher personen und in ander wege übersehen hab.
2.
›Person, die ein Gewaltverbrechen begangen oder angedroht hat, Landfriedensbrecher, Gewaltverbrecher; Bedrücker eines Territoriums, Tyrann‹.
Bedeutungsverwandte:
, .

Belegblock:

Schwartzenbach (
Frankf.
1564
):
Absager. Landzwinger. Außgetrettene befehder.
Sachs (
Nürnb.
1539
):
Er sprach: Die land und leut beschwern, | Als rauber, landzwinger, finantzer.
Du aber thust leut und auch landt | On ursach und on recht bezwingen, | Mit raub, mord und brand darzu dringen | Und buckest die unter dein joch. | Darmit verderbst du aber doch | Als ein landtzwinger leut und landt.
Kohler u. a., Bamb. Halsger. (
Bamb.
1507
):
Desshalb soͤllich Buben fur recht landtzwinger gehalten werden moͤgen.
Kohler u. a., Bamb. Halsger. Grr. (
Bamb.
1507
):
der mag darumb mit dem Swert, als ein landtzwinger zum tode gestrafft werden.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
wolt Ludwig Vetter ainen burger von hinnen ainen pauren berechten zum tod [...] und [der pauer] clagt da zů im, er wäre sein landzwinger, und des wolten die richter ain wissen haben, was notzwangs er an im begangen hett.
Kohler u. a., Peinl. GO Karls V. ;
Barack, Teufels Netz ;
Müller, Nördl. Stadtr. ;
Vgl. ferner s. v. .