landteiding,
landtägeding,
das
.
›Gerichtsversammlung eines Herrschaftsgebietes, Landesgericht‹;
vgl.  8.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl.  1.
Syntagmen:
das l. gebieten / haben / suchen / verrufen / versäumen; im l. einer urteil begeren, etw. im l. verantworten / richten, zu dem l. kommen, an dem l. sitzen; offenes l
.

Belegblock:

Große, Schwabensp.
107, a
, 20 (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Vorsůmet eyn here sin lant degedinc, da mite ist der liute recht nicht vorsůmet vnz vf ain ander lantgedinc.
Bischoff, Steir. Landr.
80
(
m/soobd.
, Hs. 
v. 1425
):
Wann ain mensch dem andern zuspricht vmb wew daz ist, hat sich daz veriêret in des antwurter gewalt, so verantwurt ers im lanttayding.
Winter, Nöst. Weist.
1, 230, 22
(
moobd.
,
1564
):
Deren von Warttenstötten lantthading volgt heernach.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
311, 19
(
smoobd.
, Hs.
17. Jh.
):
Welcher in landtäding ainer gemainen urtail begert, der soll dem richter 1 kr. darumb auflegen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
450, 11,
(
m/soobd.
,
1579
):
Vermerkt die lantsrechten als man fragt in dem landtäding und was man auf ire frag urtailet auf den aid.
Siegel u. a., a. a. O.
203, 9
;
11
;
Bischoff, Steir. Landr.
72
;
Rwb
8, 661
;
Schwäb. Wb.
4, 973
;
Öst. Wb.
4, 1338
.