als ein loub, | Daz irstibet als ein stoub | Vor der suren winde vlag, | Der do blest uz siner lag.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Dem der ufme pferde saz, | Sins mordes zu einer lage | Wart gegeben eine wage.
In deim selven jare do lach der conink van Engelant vur Kalis, ind de lage werde ein jare bis hei Kalis gewan.
dairumb soichten si ein anderen wech, daemit si ouch beruchtiget sin, ind lachten eme laege wie si eme moichten vergeven.
Fischer, Brun v. Schoneb.
(
md.
, Hs.
um 1400
):
beware, vrouwe, dorte uns | vor des leidigen tubels lage.
Eggers, Psalter
18, 3
(
thür.
,
1378
):
[Der Sünder]
siczet an lage mit der richen hemeliche, daz er den vnschuldigen dersla.
Jostes, Eckhart
65, 24
(
14. Jh.
):
Sunderlich lieb on huͤte die ist [...] ein lag dez teufels.
Hübner, Buch Daniel
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Mug wir en nicht gewinnen | Mit der lagen, so weiz ich | Ein ding da mitte er sich | Meyliget an dem libe.
Palm, Veter Buoch
(
schles.
, Hs.
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
Nieman mac des tufels lage vnd der wallenden naturen hicze erliden, wan den gotes erbermede wil behalden.
Nu begonde der tufel niden, das ich gote also min gut opferte, vnd leite mir sine lage.
Gille u. a., M. Beheim
139, 26
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
aber dy ander frǎge | Die wurt uns erlaset hinǎch | in dem sibenczehenden ǎch. | daz merkend sunder lǎge.
Lage als man den leuten vorheltet wenn man sie vahe͂ wil.
Zuggarn hasengarn lage od’ ryem od’ strick.
Mayer, Folz. Meisterl.
(
nobd.
,
1517
/
8
):
hab allein aüßkift | Den saft ir schrift, | Euch in zwkünft | Darin zw legen lage.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
1359
):
sú súllent die vigent vertriben, ouch die lage und daz nohe warnemen die der vigent dem menschen anleit, [...] allen disen stricken engienge der mensche in rechter gelossenheit.
Ob etlicher erschlecht sein nechsten von můtwillen vnd durch die lage.
herr, ich wil alle tag gan uf die lage des tǒdes, und wil mich umb sehen, daz er mich nit hinderschliche.
o min erloͤser [...] gib mir [...] mit dir in dinem grab vor den vientlichen lǎgen ein sicher vergraben.
Bartsch, Reinfrid
(
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
dô der grôzen risen în | aber vil bekâmen, | die ûf dem turne nâmen | lâgestein und valletor.
Harumb er im, so er disen eidt tette, dester mer bedoͤrfte zů lag legen.
wer kan’s inen zů lag leggen?
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
um 1300
˺):
vliehint die welt. wan si ist uol stricke. unde lage der súnde.
Sappler, H. Kaufringer
16, 116
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
in ward söllich lag getan, | das da nur sechshundert man | entrunnen.
das er uns vor der tewfel lag | allenthalb geruoch bewarn.
groß guot was in undertaun | [...] | des wurdent sechs rauber gewar. | die hieltent dort in dem gehag | und legten in da grosse lag.
Völker, Antichrist
1120
(
wschwäb.
,
15. Jh.
):
Er wirt an der verborgnen statt laug legent als ein löw, der inn seiner hol verborgen laug legt.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
Pei dem merhund verstên ich den pœsen gaist, [...], wan er warnt uns seiner lâg niht, er hûchet neur haimleichen an uns.
Primisser, Suchenwirt
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Huͤt dich vor suͤnden lage.
Weber, Füetrer. Poyt.
1, 6
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Wol dem, der darnach synnet, | [...] | das er sich von der helle weycz abtrennet | und arger geistes lage.
Piirainen, Stadtr. Sillein 70, l
32
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
Nu hoͤrt lage vnd hemisch daz richtet der purgraue vnd anders nymant.