labyrinth,
der/das
;
aus
lat.
labyrinthus
,
griech.
labýrinthos
(Pfeifer, Etym. Wb. d. Dt.
1993, 755
).
›Labyrinth, Irrgarten‹; ütr.: ›Rätsel, verwirrende Situation‹.
Bedeutungsverwandte:
, , ; .
Syntagmen:
den l. aufrichten / machen; jn. in einen l. verfüren, aus dem l. kommen, sich aus dem l. helfen, die welt mit einem l. vergleichen; der l. der irtümer, l. der liebe; der irrige / köstliche / künstliche / wilde l., geistliche labyrinthe, das tiefe l.
Wortbildungen:
labyrinthisch
(a. 1537/38).

Belegblock:

Lichtenstein, Lindener. Rastb.
125
(o. O.
1558
):
Ein tieffes laberinth, einen kauffmann zů Nürnberg zůr antwort gegeben.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
39, 5
(
Straßb.
1650
):
hellscheinendes Gebäu, beneben einem Garten mit Geistlichen Labyrinthen ausstaffiret.
Rot
323
(
Augsb.
1571
):
Labyrinth. Jrrgang. Labyrinth / Ein wunder seltzam gebew / mit verschlagnen gengen oder wegen. [...] Laberinth, wirdt entlehenter weiß / für ein jedes Jrrsams ding gebraucht. Als so wir sprechen / Es ist ein wilder Labyrinth / das ist ein jrr ding / handel oder wesen / darauß nicht leicht zu kommen ist.
Sudhoff, Paracelsus
14, 255, 21
;
Rupprich, Dürer
1, 155, 22
;
Sachs
3, 191, 23
;
4, 142, 31
;
Dasypodius
47v
;
Maaler
258 v
;
Eckel, Fremdw. Murners.
1978, 124/25
.
Vgl. ferner s. v.  1.