läutsch,
›streunender Hund‹; ütr.: ›unehrenhafter, verkommener Mensch; Grobian, Rüpel‹, auch als Schimpfwort im Sinne von
Hund
.Phraseme:
weder hund noch läutsch sein
.Syntagmen
l. jn. fressen; wie ein l. bellen; fauler / lasser / wilder l.
; bei Ütr. auf den Menschen: verlogener l
.Belegblock:
Grob, ungeschickt, tölpet und tötschet, | Schlüchtisch on zucht, peurisch und lötschet
(auf eine
rott von
kindern bezogen).
Ich dörfft dir bald dein maul zerschlagen, | Du unverschämpter grober lötsch.
und zogend die selben toten nakend us und tribend gar grossen muͦtwillen. Etlich retend oͧch, si foͤrchtind den loͤtschen von Bern gnot nüt, wen er schon kem.
Das möcht aber wol ein löutsch sin, | Der umb sich bisst und zornig wirt, | Wo er gotts wort vernimpt und spürt.