läutsch,
lötsch,
wohl
der
;
–/-en
, auch
;
s. auch .
›streunender Hund‹; ütr.: ›unehrenhafter, verkommener Mensch; Grobian, Rüpel‹, auch als Schimpfwort im Sinne von
Hund
.
Phraseme:
weder hund noch läutsch sein
.
Bedeutungsverwandte:
, ,  1; für die Ütr.:  1, (
der
4; vgl.  1,  1,  4,  7, .
Syntagmen
l. jn. fressen; wie ein l. bellen; fauler / lasser / wilder l.
; bei Ütr. auf den Menschen:
verlogener l
.
Wortbildungen:
läutschenmaul
,
lötschet
(dazu bdv.:  2,  6, , , Adj., 7).

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1558
):
Grob, ungeschickt, tölpet und tötschet, | Schlüchtisch on zucht, peurisch und lötschet
(auf eine
rott
von
kindern
bezogen).
Ebd. (
1553
):
Ich dörfft dir bald dein maul zerschlagen, | Du unverschämpter grober lötsch.
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
2, 508, 19
(
halem.
,
1508
/
16
):
und zogend die selben toten nakend us und tribend gar grossen muͦtwillen. Etlich retend oͧch, si foͤrchtind den loͤtschen von Bern gnot nüt, wen er schon kem.
Bächtold, N. Manuel. Barb.,
154, 559
(
Zürich
1526
):
Das möcht aber wol ein löutsch sin, | Der umb sich bisst und zornig wirt, | Wo er gotts wort vernimpt und spürt.
Maaler (
Zürich
1561
):
Leutsch. Canis. Ist merteils ein schaͤlt wort.
Loͤutschenmaul. Caninus rictus.