krimmen,
V., unr. abl.
1.
›jn. / etw. mit Klauen packen, jn. / etw. kratzen, zwicken‹; auch: ›um etw. kämpfen, sich um etw. reißen‹; intrans.: ›stechen, zwicken‹.Syntagmen:
jn. mit den klauen k.
; krimmender hund / vogel
.Wortbildungen:
krimvogel
Belegblock:
den crimmyndin vogiln und allim gevogele [...] habe ich dich gegebin czu vrezzin.
Wan di mich an allez luder | Lieb solden han als di bruder, | Di crummen mich sam di trachen.
Es wird gros bawen sein und gros vleis, krimmens und kratzens nach zeitlicher narung.
Ist unleidlich, er niemen czimpt | wan als ain dorn, der sticht und chrimpt.
Mir ist beschehen als einem ergremten voͤgellin, daz under eins krimvogels klawen lit.
die lewen hetten ainandern nachgesehen, dann das sie also wider einandern kratzen und krimmen.
v. d. Broek, Suevus. Spieg.
214v, 17
; v. Tscharner, Md. Marco Polo
25, 18
; Luther, WA ;
Schade, Sat. u. Pasqu. ;
Gille u. a., a. a. O.
202, 83
; Gereke, Seifrits Alex.
6147
; 2.
›jn. schmerzen, Krämpfe, besonders im Bauch haben‹; ütr. ›sich ärgern‹; (subst.): ›Schmerz, Bauchweh‹.Teils fachliche Texte.
Belegblock:
Ist ez auer, daz en sere krymmet in deme lyue na deme dranke, so lege eyn lynen [...] vppe dat lyf.
Sein [Nitrum] brauch ist wider das krimmen vnd bauch wee.
Milch [...] schadet allen leuten, dy den ritten oder daz krymmen yn dem leyb haben.
sein im sicher gifftig stimen, | Das er daruon gewint das krimen.
Den suren [win] vnd den grymen | Vermyde / wann er machet das krymen | In dem lybe.
das ist das wirklich instrument, den zorn zu vertreiben, daraus vil großer krankheiten als leme, der schlag, krimen und andere komen.