konleute,
pl. t.
›Eheleute‹;
zu .
Nur obd. belegt.
Bedeutungsverwandte:
 1, .
Syntagmen:
die k.
(Subj.)
keuschheit geloben / halten; den konleuten den ehebruch erlauben; zwischen konleuten vermächte beschehen; arme / heilige k.; verwilligung der k.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
96, 91
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
als teglich wust erzelte | An kanleut, witwan und juncfraw.
Völker, Antichrist
92
(
wschwäb.
,
15. Jh.
):
Er wirdt von huͦren geborn, doch von konlúten von juden art vnd nit von dem túfel.
UB ob der Enns
10, 587, 6
(
moobd.
,
1390
):
das gleich ermeltes gottshaus sich mit obbemelten conleuthen mit einem genanten gelt [...] abgefunden habe.
Uhlirz, Qu. Wien (
moobd.
,
1437
):
Seidemalen [...] dieselben kanleut baide mit tod abgegangen sein.
Reithmeier, B. v. Chiemsee (
München
1528
):
Daneben wirt kanlewten der Eepruch erlaubt.
Disem exempel nach haben vil heilig kanleut ewige keyschait gelübt vnd gehallten.
Rintelen, B. Walther
78, 9
(
moobd.
,
1552
/
8
):
Von den sondern Vermächten, so zwischen Conleutten in weherender Ehe [...] beschechen.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1555
):
das zwai kanleut mit gesambter hant zusamen bringen und baide nutz und gwer in dem gruntpuech geschriben steen.
Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
,
1625
):
wolt aber auß den cohnleiten ihr aines den wittibstuel nit behalten, sonder widerumben heirathen.
Gille u. a., a. a. O.
192, 15
;
Niewöhner, Teichner
295, 50
;
Fuchs, Kart. Aggsbach ;
Wedler, W. Burley. Liber
41r
;
Reithmeier, a. a. O. ;
Lampel, Qu. Wien
1, 8, 15699, 12
;
Winter, a. a. O. ;