kon(e),
die/(der)
;
zu
mhd.
kone
›Ehefrau‹
().
›Ehepartner‹; meist vom weiblichen, gelegentlich auch vom männlichen Teil gesagt: ›Ehefrau‹ bzw. ›Ehemann‹.
Phraseme:
es mit einer kone tun
.
Bedeutungsverwandte:
 1, ; .
Syntagmen:
eine k. nemen; mit einer k. sünde tun, sunder k. gebären, um eine k. werben, jn. zu einer k. erwerben / nemen, jn. zu k. geben; gottes k.
(›die heilige Jungfrau, die Christenheit‹);
eheliche / rechte k.
Wortbildungen:
konfrau
,
konmagschaft
›Verwandtschaft durch Verschwägerung‹ (dazu bdv.: , ; seit 1538),
konleben
,
konman
,
konperson
(seit 1528),
konvolk
,
konweib
,
konwirt
.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Nicod. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Leucius und Karin | die waren Symeonis sone | bi siner elicher kone.
Ders., H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
sie gebar die Gotes kun | Iren eingebornen sun.
Gerhard, Hist. alde e
603
(
omd.
,
um 1340
):
Si sprach zu Abram, irem kun: | Wirf uz die mait mit irem sun!
Gille u. a., M. Beheim
192, 9
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Tut sund mit einer kane | und mit einem eelichen weib, | oder das ein ledige treib | unkeüsch mit eines kanmans leib.
Wiessner, Wittenw. Ring
1685
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
wilt den buol derwerben dir zu deiner chan.
Völker, Antichrist
345
(
wschwäb.
,
15. Jh.
):
man töttet ir vor ir augen ir liebu kind, ir vatter vnd muter, wirt vnd konne.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch. (
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Er nam ze chan seiner swester tochter.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Josep, nicht fuͤrhte dir, | Maria nemm tzu einer chon.
Niewöhner, Teichner
405, 158
(Hs.˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
als ein vraw irem con man | [...] | auch gehorsam pilleich tuͤt.
Boot, Cassiodor. Hist. Eccl.
507, 4
(
moobd.
,
um 1385
):
daz recht saczt er darumb, daz ettlich [...] seͣmlichen junkchvrawn heten cze chanweiben genomen.
Rudolf, H. v. Langenstein. Erch.
29, 50
(
moobd.
,
1393
):
wa es ain lediger tüt mit ainer chonn oder ain chon man mit ainer ledigen.
Weber, Füetrer. Poyt.
127, 6
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Ir gabt zw kan ain ritter mir.
Uhlirz, Qu. Wien (
moobd.
,
1421
):
der chonwirt.
dass er
die benant Christein hie elich mit dem briester hat genomen und ein guts chendelleben mit ir füret.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
um 1615
):
ain ieder haußwirth [...] das anvogtgelt für ain chonvolk funfzehen kreuzer [...] bezallt.
Ebd. (
1484
; Hs.
1535
):
darnach nimbt er die frawen zu einer kansfrawen.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. ;
Helm, H. v. Hesler. Nicod. ;
ders., H. v. Hesler. Apok. ;
Gerhard, a. a. O.
3545
;
Niewöhner, a. a. O.
572, 27
;
Klein, Oswald
41, 25
;
Primisser, a. a. O. ;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. ;
Rudolf, a. a. O.
29, 57
;
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst. S. 
274
;
Uhlirz, a. a. O. ; (Regestbelege);
Kummer, Erlauer Sp. ;