1
kobel,
der/das
;
–/-Ø
+ Uml.
1.
›enges, einfaches Haus, Bude; Wohnung eines Häuslers‹.
Bedeutungsverwandte:
.
Syntagmen:
den k. beschreien / besichtigen / bessern
.
Wortbildungen:
kobelgut
›kleines Anwesen eines Häuslers‹ (a. 1525),
sondersiechenkobel
›Armenspital‹.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu.
106, 27
(o. O.
1525
):
hat man [...] ein wonung gemacht, die selben alten verlebten leut darein gesetzt (wie man dann itzt die sondersiechen kobel macht).
Skála, Egerer Urgichtenb.
107, 19
(
nwböhm.
,
1573
):
hetten dem herren Zerrer vngfer 6 huner Aussem kobel gestohlen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
137, 20
(
m/soobd.
,
1547
):
eß solen auch die feuerschauer alle monath die köwl [...] besichtigen und wo sie ein unbewehrten kobl funten, sollen sie [...] den kobl beschreien.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 3942, 32
;
Rwb
7, 1160
.
2.
›Wagenkasten‹.
Syntagmen:
k. auf dem wagen
.
Wortbildungen
kobelwagen
(dazu bdv.: ) ›bedeckter Wagen‹.

Belegblock:

Rintelen, B. Walther
67, 8
(
moobd.
,
1552
/
8
):
bleiben nach seinem Absterben der Wittib [...] auch der Koblwagen sambt den Rossen, so deren verhannden weren.
Schwäb. Wb.
4, 558/9
.