1
klinge,
die
;
–/-n
.
›etwas Klingendes, Metallblatt‹ (z. B. ›Messerklinge, Schwertklinge‹);
vgl.
1
 1.
Phraseme:
den hals unter die klinge geben
›in Gefahr sein‹;
mit jm. der klingen spielen
›mit jm. kämpfen‹;
jn. über die klinge springen lassen
›jn. hinrichten, töten‹;
klingen wechseln
›duellieren‹.
Bedeutungsverwandte:
2
 1, , .
Syntagmen:
eine k. schleifen / schmieden / wetzen, jm. eine k. schenken; jn. auf die k. ausfordern, mit der k. fertig sein, jn. mit der k. schlagen; k. eines schwertes; biegende / passauer / scharfe / spanische / ungefaste k.
Wortbildungen:
klingenschmied
,
klingenurteil
›Todesurteil‹ (16. Jh.).

Belegblock:

Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
124, 7
(
preuß.
,
1400
):
2 sc. vor 1 klinghe in eyn korallyn heffte.
Toeppen, Ständetage Preußen
2, 754, 15
(
preuß.
,
1446
):
wer do welde eyn meyster uff unserm hantwerke werden, der zal konnen eyne grose bygende clinge smeden.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
150, 3304
(
Magdeb.
1608
):
Sprang der Jaͤger wider auff gering | Ruckt aus seines schwerts scharffe kling.
v. d. Broek, Suevus. Spieg.
73v, 44
(
Leipzig
1588
):
Durch die zwo Klingen oder scharffe Schneiden im schwartzen Felde / wird bedeutet / Das die Regenten von Ampts wegen sollen schwartz [...] sein.
Schultheiss, Achtb. Nürnb.
125, 39
(
nobd.
,
1392
):
Niclas Hagenkneht, ein klingensmid, ist die stat verboten.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Sie seind gar fertig mit der klingn | So wissens vnser Kämpffer auch.
Wiessner, Wittenw. Ring
8637
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
er schluog seu mit der chling entwerchs.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
zu zeiten war es mit klingenwechslen ussgericht.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
Gladiolus haizet [...] swertelkraut, dar umb, daz ez gestalt ist sam ain swertes kling.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Er spilt mit in ,der chlingen‘, | Daz ir do mit grimmer not | Wol vir hundert bliben tot.
Niewöhner, Teichner
693, 35
(Hs. ˹
moobd.
,
3. V. 15. Jh.
˺):
auß alten waffen | wirt ein newe cling geschliffen.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
163, 19
(
mslow. inseldt.
,
1632
):
J́st Andre [...] mit einem bloßen seibel des Simons hauß angerennet, den Simon außgefordert auf die klingen.
Ermisch, Freib. Stadtr. ;
Vizkelety, Spangenberg. Glücksw.
422
;
Schib, Urk. Laufenb.
199, 16
;
Rennefahrt, Gebiet Bern ;
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
659
;
Brunner, Rechtsqu. Krems u. Stein
214, 41
;
Voc. Teut.-Lat.
q viijr
;
Stieler
1, 982
;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 163
.
Vgl. ferner s. v. , (
der
3,  1.