klemmen,
V.;
in 1 Beleg unr. abl.
1.
›jn. / etw. zwicken, einklemmen, erdrücken‹.
Bedeutungsverwandte:
(V., unr. abl.) 4,  1, ,  1,  1, , , .
Wortbildungen:
klemflek
,
klemtrote
›Weinpresse‹ (a. 1628).

Belegblock:

Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
sô fliegen auf irn ruck sitzent, sô ziehent si die haut in runzeln und klemment die vliegen ze tôd.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Wer sich zwischen thu͂r vnd angel steckt / der klemet sich.
Lemmer, Brant. Narrensch.
7, 25
;
Stieler
964/5
;
2.
›jn. foltern, peinigen‹.
Bedeutungsverwandte:
 45, , (V.) 1,  5, .
Syntagmen:
eine dirne k.; mit dem daumenstock k
.

Belegblock:

Fastnachtsp. (
nobd.
,
15. Jh.
):
die fürsten [...] verheren alle lant | [...] | Wann sie doch leiden große not | Man klempts, man stöckts und stichts zu tot.
Sachs (
Nürnb.
1556
):
So niemb sie hin ! klem, streck und brenn | Mein weib [...] Fulter sie mit peinlicher frag!
sein mutter [...] Die mich doch nicht vermügen kundt | Mit irem klemmen, strecken, und brennen, | Das ich die warheit thet bekennen.
3.
›(Tiere) kastrieren‹.
Bedeutungsverwandte:
,  3, , .
Syntagmen:
ein ros k.

Belegblock:

Schwäb. Wb. (a. 
1578
).
4.
ütr.: ›jn. / sich bedrängen, ängstigen, plagen, quälen‹.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 14, .
Syntagmen:
jn. übel k.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. (
preuß.
,
um 1330
/
40
):
der reine gotis degin vacht, | daz vleisch mit hungir clemminde | und mancherwis ôt hemminde.
So waz ist daz, daz mich so clam? | Er sprach: Ich binz, der tuvil sam.
Luther, WA (
1530
):
Er klemmet also ynn sich selb und wurget alle Sunde der welt.
was sorge ich denn, ob sie mich gleich klemmen und dringen, las gehen.
Klein, Oswald
87, 35
(
oobd.
,
1417
):
dein stolzer leib mich nicht enklemm, | der mag mir freude machen kund.