kläuseln,
V.
›jn. / etw. sanft reiben, streicheln, um jn. herumschwänzeln‹; ütr.: ›jm. schmeicheln‹.
Bedeutungsverwandte:
, , , .
Wortbildungen:
kläusler
(a. 1517),
kläusling
(a. 1517), jeweils ›Schmeichler‹.

Belegblock:

Warnock, Pred. Paulis
9, 226
(
önalem.
,
1490
/
4
):
so findest du, wie du den richen vil guͦtter, glater wort gíst und dich bist anschlachen den alten müterlinen und umb sú clúslen.
Haas u. a., Erasmus/Jud. Klag
24b
, 31 (
Zürich
1521
):
Wañ du dir selbs bedenckst / wie es so ein groß schwaͤr ding ist / ein soͤliche wuͤste vnreine rott kriegsßbuͦben in din land fuͤren [...] das du inen muͦst klüßlen vñ guͦte wort gebe͂.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
308, 13
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wâ er ain slangen vint ligen in aim schaten, dâ steigt er ir des êrsten auf den zagel und kläuselt si sänfticleich.
Martin/Lienhart
1, 498
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
200
;
Schweiz. Id.
3, 700
.