kiefen,
kiffen,
V.
›etw. / an e. S. nagen‹; ütr.: ›jn. plagen, mit jm. zanken‹; vgl. (V.).
Phraseme:
haferstro kiefen
›mühsam kauen‹.
Bedeutungsverwandte:
 13, .

Belegblock:

Pyritz, Minneburg
1809
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Gedankes notern und slangen | Mir kifen zwar min hertz entzwey.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
123, 34
(
nürnb.
,
1464
/
75
):
das er die haw in dicken schechten im walde, und die in graben werf den thieren doran zu kifen.
v. Keller, Ayrer. Dramen
625, 9
(
Nürnb.
1610
/
8
):
Dann wo ich lig, sitz oder steh, | Thun sie an mir kieffn vnd nagn.
Thiele, Minner. II,
18, 197
(Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
du bist ain törohtz schmal vih; | wiltu kiffen haber ströw?
Diehl, Dreytw. Essl. Chron.
222, 18
(
schwäb.
,
1550
):
durch kieffen, nagen, zanck sie nit ru haben wellen.
Barack, Zim. Chron.
4, 219, 13
;
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
2, 72, 181
.
Vgl. ferner s. v.
2
 1.