kek,
Adj.;
zu
mhd.
quëc
›lebendig‹
().
1.
›mutig, kühn‹; abwertend: ›unverschämt‹ (von Menschen oder Tieren); ›frisch‹ (von Gegenständen).
Syntagmen:
jn. k. machen; jm. k. folgen; kecker fürst / hauptman / mut / löwe / ritter, kecke erbietung / farbe / ritterschaft, keckes herz / kind
.
Wortbildungen:
kekbrunne
(16. Jh.),
kekmütig
.

Belegblock:

Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
13, 5
(
Frankf./M.
1626
):
Zu welchem [heer] deß Koͤnigs Sohn auß Dennemarck Sueno genannt / ein freudiger kecker junger Herr [...] stossen will.
Anderson u. a., Flugschrr.
12, 3, 5
(
Wittenb.
1522
):
wellen wir [...] vnableßlich ansuche͂ / dz ir eurer kecke͂ erpietu͂g gnug thuet.
Luther, WA (
1531
):
Sage mir, bistu keck, wo haben die Lutherisschen einen brieff auslassen gehen.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Bautzen
1567
):
Das wir Ritterlich, | Keck vnd bestendiglich, | Durch sein Gnad moͤchten streitten.
Gille u. a., M. Beheim
453, 69, 408
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Ain edelman auss Krainer lant | waz [...] Erber, frisch, kek und unverczagt.
Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
106, 7
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
die jn der spicz sollenn alwegenn die keckmutigsten sein vnd mit pferd vnd harnasch am basten gerust.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1488
):
das ist der großmechtigist, streitparts, keckest, unverdroßenst [...] fürst.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Mein Hertz ist keck vnd künheit voll.
Dierauer, Chron. Zürich (
halem.
,
1415
/
20
):
Sint kech ze komen ze den kronen gottes.
Sappler, H. Kaufringer
6, 152
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
die fraw die red darumb sait |[...] | das ir man dest käcker wär.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
so was doch iederman manlich und keck und hett niemand kain sorg.
Bäumker, Geistl. Liederb. (
oobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Pys frisch vnd kechk, das gmüt erbeck, | Die fewl iag wegk, dein veint erschreck!
Spiller, Füetrer. Bay. Chron. (
moobd.
,
1478
/
81
):
Seit all manlich und keck in disem streit.
Kummer, Erlauer Sp. (
m/soobd.
,
1400
/
40
):
Wis willechum ain summerzeit, | die haid in checher varbe leit.
Alberus, Barf. ;
Spanier, Murner. Schelmenz.
2, 40
;
Enders, Eberlin ;
Anderson u. a., a. a. O.
2, 8, 35
;
Schottenloher, Flugschrr.
66, 32
;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. ;
Schwartzenbach
D ir
;
K iiijr
;
Ulner
304
;
Öst. Wb.
3, 1176
;
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 332
.
Vgl. ferner s. v.  2,
1
 1, (Adj.) 13, (Adv.) 3,  1.
2.
›fest, hart, dick‹ (von Gegenständen).
Bedeutungsverwandte:
(Adj.) 1, I, 5, , , , ,  2, , .
Syntagmen:
kecker leib / spek / stulgang / teig, kecke birne / brust / sulze, keckes erdreich / fleisch / holz
.

Belegblock:

Bächtold, N. Manuel. Krankh.
236, 15
(o. O.
1528
):
soll alles zuͦ einer [...] sulz gemachet werden, die wirt ouch kech und wol geston.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Eur Sohn hat mit den Pirn gethon? | Als ich jn fragt, sie wern noch keck, | Sagt er, sie würn weich.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
Dann muͦß man [...] waͤssern, ob man das wasser haben mag, ob das ertrich keck ist.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
des paums fruht macht niht sô keckez flaisch an den sweinn, sam die aicheln tuont.