kassieren,
V.;
aus
frz.
casser
›vernichten‹
(Rosenqvist, s. u.).
1.
›etw. vernichten, etw. für ungültig erklären‹.
Syntagmen:
einen abschied / brief / kauf / krieg, ein siegel / testament, bücher / schriften k.

Belegblock:

Lohmeyer, K. v. Nostitz
215, 15
(
preuß.
,
1578
):
Er solte meinem g. hern anderswo 40 huben besetzen, aber die ko. commissarien habens cassirt.
Müller, Lands. St. Gallen
96, 34
(
halem.
,
1577
/
94
):
wo [...] unbilliche käuf [...] beschechen, sollen und werden dieselben aufgehept, gentzlich abgethon und casiert.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
127, 33
(
halem.
,
1646
):
wann solcher Khauf ein Obrigkhait thäte cassiren.
Lohmeyer, a. a. O.
160, 22
;
Ulner
45
;
Rwb
7, 508
;
Schulz/Basler
1, 338
;
Schwäb. Wb.
6, 2273
;
Matzinger-Pfister, Paarformel.
1972, 157
;
Möller, Fremdwörter.
1915, 75
;
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1943, 297
.
Vgl. ferner s. v.  28; .
2.
›jn. aus seinem Amt entlassen‹.
Bedeutungsverwandte:
 1.
Syntagmen:
das regiment k.

Belegblock:

Schulz/Basler
1, 338
(
seit 1616
).