köler,
koler
(wmd. vereinzelt
kölner
),
der
 ;
–/-Ø
.
›Hersteller von Holzkohle, Köhler‹;
zu
2
.
Bedeutungsverwandte:
, .
Syntagmen:
den k. köpfen, jm. einen k. abspenen; dem k. etw. geben / verleihen / wegfüren / zalen; vom k. etw. kaufen; schwarz wie ein k.; armer k.; des kölers glaube
.
Wortbildungen:
kölergrube
(14. Jh.),
kölerhütte
(a. 1608),
kölerin
,
kölermas
,
kölerrecht
,
kölersche
(a. 1364),
kölerwerk
.

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb.
27, 2
(
preuß.
,
1399
):
2 scot den kolern gegeben ouch zum Elbinge.
Ziesemer, Marienb. Konventsb.
292, 28
(
preuß.
,
1412
):
3 m. minus 9 sc. vor eyne brune kobel, dy der smedemeyster kowffte von dem koler.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
2761
(
rib.
,
1444
):
Do si dat hadden intfangen, | Recht off si quemen gegangen | Us eyns koelners sacke swartz.
Schoop, Qu. Düren
102, 7
(
rib.
,
1525
):
der wermeyster mit den voersteren [...] besichtigen off yet unbillichs van den koeleren geschiet.
Kollnig, Weist. Schriesh.
62, 11
(
rhfrk.
,
1628
):
Müssen in wehrender atzung alle köhler bey straff auß der allmend bleiben.
Ermisch, Sächs. Bergr.
69, 21
(
osächs.
, Hs.
E. 16. Jh.
):
Vonn kolerrechte.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
20, 259, 37
(
schles.
,
1528
):
die koler sollen in die korbe rechte gute kolen, nicht gestube prende oder sunst unreinigkeit zufuel einschutten.
Ebd.
21, 45, 27
(
1537
):
bitten [...] dass auch durch die waldvorster die wäld nit den kolern sondern dem gewerck selbst sollen vorliehen werden.
Skála, Egerer Urgichtenb.
185, 12
(
nwböhm.
,
1576
):
solt [...] sein vatter ein köler gewesen sein.
Chron. Nürnb.
4, 352, 11
(
nobd.
,
15. Jh.
):
des tags köpft man einen koler.
Fastnachtsp.
896, 12
(
Straßb.
o. J.):
Doch Glychs und glychs gsellt sich gern | Sprach der tüfel zuo dem koler ouch.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 180, 7
(
Hagenau
1534
):
Diß ist ein gemeyn sprichwort in Deutschen landen. Des kolers glaub ist der beste glaub.
Bachmann, Morgant
23, 1
(
halem.
,
1530
):
do sprang daruß ein tŭffel, schwartz wie ein koller.
Rennefahrt, Gebiet Bern
355, 35
(
halem.
,
1545
):
Zuͦ vermydung deß schadens, den die kholer ein zyt dahar zuͦgefuͤgt.
Winter, Nöst. Weist.
2, 935, 8
(
moobd.
,
1604
):
thuet ers aber einem koller, demselben soll er daß holz wider an daß ort [...] fueren.
Ebd.
3, 766, 3
(
1484
; Hs.
1535
):
Von den kollermass oder von den kerbn.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
416, 30
(
m/soobd.
,
1506
; Hs.
17. Jh.
):
solle dem ledigen hergeloffenen und unangesessenen holzknechten und kollern genzlich verpotten und abgestelt sein.
Kollnig, a. a. O.
200, 25
;
Ermisch, a. a. O.
69, 11
;
24
;
Wutke, a. a. O.
20, 169, 34
;
21, 117, 20
;
Skála, a. a. O.
193, 10
;
255, 2
;
Chron. Augsb.
8, 99, 6
;
Niewöhner, Teichner
564, 3755
;
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 4105, 7
;
Winter, a. a. O.
1, 708, 34
;
Bischoff u. a., a. a. O.
39, 21
;
Piirainen, Stadtr. Sillein
159, 27
;
Maaler
247v
;
Schwäb. Wb.
4, 577
;
Rwb
7, 1168
;
Bücher, Berufe Frankf.
1914, 72
.
Vgl. ferner s. v. ,  4,  1, .