köder,
korder,
der
 ;
zu
mhd.
querder
(Lexer
2, 323
).
›Lockspeise besonders beim Fisch- und Vogelfang‹; auch ütr.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.
1
 1.
Syntagmen:
k. anstecken / suchen; mit k. angeln; kleiner / lebendiger k.
Wortbildungen:
köderbogen
›Schlinge mit Köder zum Vogelfang‹.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred.
2, 567, 7
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Dâ von sint alle crêatûren, die lîphaft sint, ein köder der sunen und der sternen.
Luther, WA
49, 418, 21
(
1544
):
Interim do Spiritum sanctum, quod hic in terris ein koder ins hertz thue.
Schib, Urk. Laufenb.
213, 25
(
halem.
,
1524
):
mit erloubung eines vogts zu Louffenberg kheder suchen.
Winter, Nöst. Weist.
1, 530, 4
(
moobd.
,
1450
):
in wellichs huet man koderpogen mit weinpern vindt, so ist derselb hueter dem pergmaister von iedm pogen ze wandel 12 ℔.
Winter, a. a. O.
3, 606, 7
;
Schwäb. Wb.
4, 566
;
Öst. Wb.
3, 555
.