kämpfen,
V.
›jn. zum Kampf herausfordern, stellen, sich jm. im Kampf stellen, (im Krieg, Wettkampf) gegen jn. kämpfen, um etw. kämpfen‹.
Phraseme:
den letzten kampf kämpfen
›sterben‹.
Syntagmen:
jn. k. leren; durch jn., für jn. / etw., in js. namen k., im freien feld, mit jm. / etw. k., um etw.
(z. B.
um das leben
)
k., wieder jn. / etw. k
.

Belegblock:

Große, Schwabensp.
213, 19
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
wil aber de christen, der Iode muͦz mit im kempfen.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
979
(
Köln
1476
):
Dat man in den velden wyde | Kempten, ouch streyt ind vechten.
Wyss, Limb. Chron.
100, 13
(
mfrk.
,
1. Dr. 15. Jh.
):
uf den tag sie kampen solten hatte ieglicher sine anzal siner fronde bi en.
Foltz, UB Friedb.
1, 557, 18
(
hess.
,
1405
):
daz man geleide mag gebin zuͤ hofen zuͤ kemphen und sich vor dem lantfriden zu virentworten.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
136, 30
(
rhfrk.
,
um 1435
):
ich weyß keynen so gut [...] der sin vrkunde wolle legen das er Markair vmb den mort wolle kempen.
Quint, Md. Karl u. Eleg.
16, 14
(Hs. ˹
thür.
,
n. 1455
˺):
Jacob der mit dem engell gekempht.
Leman, Kulm. Recht
2, 5, 16
(
Thorn
1584
):
Hot abir der tode mensche eynen mog der myt ym kempen wil.
v. Groote, Muskatblut
72, 45
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
nu giff ouch krafft diner ritterschafft, | wans in dinem namen kempent!
Gille u. a., M. Beheim
74, 7
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Die send fur uns czu chemphen | wann vil an czal sein unser veind.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
153, 6
(
Nürnb.
1548
):
wo der heilig geist [...] vns hilft kempffen.
Roder, Stadtr. Villingen
30, 12
(
önalem.
,
1371
):
darumb sol der claͤger mit im kempfen, ob er wil.
Wickram
4, 34, 5
(
Straßb.
1556
):
So hort man die voͤgel [...] zuͦsamen stimmen / gleich als wann sie umb ein kleinat kempfften.
Schmidt, Rud. v. Biberach
169, 9
(
whalem.
,
1345
/
60
):
die ritter, die stritent vnd kenpfent [...] mit waffen der gerechtikeit.
Dirr, Münchner Stadtr.
367, 4
(
moobd.
,
1340
):
domit sol er umb diu notnunft enprosten sein, ez well dan diu fraw mit willen mit im chempfen.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
839
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
der wer ain grewleicher vater der seinen sun liez kemphen.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
14519
;
Große, a. a. O.
86, 25
;
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
3888
;
Kurz, Waldis. Esopus
3, 78, 15
;
Tiemann, a. a. O.
138, 6
;
Gille u. a., a. a. O.
124b, 910
;
Bihlmeyer, Seuse
246, 5
;
Thiele, Minner. II,
13, 46
;
Argovia
9, 4, 29
;
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
228, 32
;
Baptist-Hlawatsch, a. a. O.
922
;
Dasypodius
356v
;
Alberus
e iijv
;
Schöpper
106b
;
Rot
297
;
302
;
Ulner
270
;
Stieler
1, 923
;
Rwb
6, 1043/7
.
Vgl. ferner s. v.  1,  3,  5.