inwert,
inwerts,
Adv.;
Formen ohne
-s
nur im älteren und mittleren Frnhd.; 1 Beleg hat
inwart
.
1.
dient dem Ausdruck der Situiertheit von etw. in einem Raum: ›innen, im Inneren‹; auch ütr.; in allen Belegen ist von dem Inneren von Menschen und Tieren die Rede;
zu
3
1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (Präp.) 1, 3.
Gegensätze:
3.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1563
):
Die schildkröt sprach: Hastu dein hertz | Auch nicht in deinem leib inwertz?
Ebd. (
1566
):
Prüfe, versuche mich inwertz, | Leuter mein nieren und mein hertz.
Ebd. (
1563
):
Binde die lehr zusamm innwertz, | Und leg sie mit fleiß auff dein hertz.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
E. 14. Jh.
):
alsus sol dise juncfroͮwe in abgescheidenheit sin, alle ir sitten […] alles inwert, so bringet sú vil frúhte.
Vgl. ferner s. v. 3.
2.
›auf die innere Seite von etw. gerichtet, nach innen‹; zu
3
1;
vgl. .

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Ez.
40, 43
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
ire rende alumme inwert gebogen warin eynir spannin.
Thiele, Chron. Stolle  (
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
wer das vortriben wolde dorch mancherleye arcztie, deme slugk dy kranckheit inwart.
Eichler, Ruusbr. steen
434
 (
els.
,
sp. 14. Jh.
):
solichen frvnden růffet vnd zuhet got inwert.