immerwärend,
Adj.
›fortwährend, dauernd‹; mit religiöser Komponente: ›ewig, immerwährend‹, im rechtlichen Sinne: ›juristisch für immer festgelegt‹.
Vorwiegend Texte religiösen und didaktischen Inhalts.
Syntagmen:
immerwärender got / friede, immerwärende freude / frucht / gotheit / kirche / minne / not / warheit; immerwärendes heil / leben / we
;
immerwärender kauf, immerwärendes gesez, immerwärende statuten; zu immerwärendem gedächtnis
.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Jer.
29, 40
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
und wil uch geben zu einim ewigen lastir und zu einir ymmerwerenden smaheit.
Quint, Eckharts Pred.
2, 420, 6
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
ich spriche ez bî guoter wârheit und bî der êwigen wârheit und bî immerwernder wârheit.
Rosenthal. Bedencken
18, 1 
(
Köln
1653
):
Bedencken vom bestaͤndigen Baw […] von deiner jmmerwehrender sichtbaren Catholischer Kirchen.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 75, 22 
(
Bautzen
1567
):
in der Heiligen, Allgemeinẽ, jmmerwerender, Christlichen Kirchen.
Ebd.
1, 298, 6
(
Nürnb.
1631
):
O du jmmerwehrende Gottheit.
Gille u. a., M. Beheim 
80, 115
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Das niemant chrönt wirt mit dem lon | des ymer werndes leben fron | dann der in diser friste.
Adrian, Saelden Hort 
9854
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
swaz in ze gůte solte komen, | er werd mir denn also tot, | so lid ich úmmerwernde not.
Thiele, Minner. II,
2, 25 
(Hs. ˹
nalem.
/
sfrk.
,
1470
/
90
˺):
wurt das on dot gescheiden | das ist ein uͤmerwerendes we.
Strauch, Schürebrand
22, 22
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
so werdent ir ouch glicheit mit ime habende in den iemer werenden ewigen fröuden.
Ebd.
10, 24
:
durch uns volget daz riche gottes und große iemer werende ewige fruht.
Chron. Augsb.
9, 108, 11
(
schwäb.
,
1544
/
5
):
es machet auch ain rat ain gesatz, das immerwerendt sein sollt.
Ebd.
111, 6
:
darauff neue, imerwerende statuten und gesatz […] auffgerichtet […] haben.
Schlosser, H. v. Sachsenh. 
361
(
schwäb.
,
1453
):
die magt, die Crist gebar, | Den ymer werden süssen got!
Spechtler, Mönch v. Salzb.
8, 56
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
dein chewsche […] ein liecht in der ewichait, | immerwernder minn ein prant.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
226
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
Darumb sind allew creatur von der ymmerwerunden ewichait pildleich ee in im gewesen.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
96, 7  
(
mslow. inseldt.
,
1611
):
Solches Zue immerwehrendr gedechtnuß, iśt […] in diß gemeiner Stad protocoll einuer leibet worden.
Quint, a. a. O.
2, 415, 4
;
2, 421, 4
;
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
14, 20
;
Gille, a. a. O.
70, 191
;
Strauch, a. a. O.
32, 16
;
Vetter, Pred. Taulers
392, 9
;
Lindqvist, K. v. Helmsd.
1130
;
Spechtler, a. a. O.
20, 60
;
Grothausmann, a. a. O.
66, 26
;
Maaler
235v
;
509v
;
Rwb
6, 202
.
Vgl. ferner s. v.  4, .