imi,
ime,
das
,
vereinzelt
die
;
-s
(für: das)
/-Ø
, vereinzelt
-n
;
zu
mhd.
imı̄(n)
, dies aus
lat.
hēminā
, das auf
griech.
hēmina
›Hälfte‹
zurückgeht (
Kluge/S.
1989, 327
).
– Zur Sache:
Kahnt u. a., Alte Maße [...].
1987, 128/9
.
1.
ein Trockenmaß: ›der 9. Teil eines Viertels‹; metonymisch auch: ›Getreideabgabe in Höhe eines Imi‹.
Rhfrk./Wobd.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
2
.
Syntagmen:
i. arbeisen / bonen / breimel / gerste / griesmus / haber / kernen / korn / mel / mus / nüsse / roggen / weizen
;
bei dem imi
(nach dem Maß eines Imi).
Wortbildungen:
imiknecht
›Person, die das Imi abmißt‹ (a. 1419),
iminer
›Person, die das Imi einkassiert‹ (a. 1389).

Belegblock:

Brinkmann, Bad. Weist. 
104, 31
(
rhfrk.
,
1580
):
soll müller eine ime haben zu einem multerime, deren 3 ein simer tun.
Geier, Stadtr. Überl. 
100, 3
(
nalem.
,
um 1400
):
das die imm, bi denen si iren lŏn nement, beliben in der maͤß.
Welti, Stadtr. Bern 
481, 2
(
halem.
,
1437
):
daz die selben knecht beid semliche in schiben, stugken, messen und iminen klein vnd groß moͤgent vn soͤllent verkouffen.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
309, 7
 (
halem.
,
1525
):
soll inen nach marckzal des imis oder mindern mäß […] mit gellt der lon entricht und bezalt werden.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 224, 11
(
schwäb.
,
1495
):
Wer aber […] anderhalben malen ließ, der sol von ainem yeden ymi […] fuͤnf schilling haller zuͤ pen geben.
Hauber, UB Heiligkr.
2, 431, 14
(
schwäb.
,
1527
):
sol […] von vier vierteln ain ymin, von zwayen ain halb imin […] zů lon nemen.
Barack, Zim. Chron. 
3, 74, 10
 (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
das sie von zweir ime habern wegen […] hundert tausendt guldin wert kommen.
Müller, Stadtr. Ravensb.
240, 22
(
oschwäb.
,
1425
/
30
):
sond si verkoufen hie uf unserm marckt bi dem imi.
Geier, a. a. O.
217, 20
;
531, 2
;
Roder, Hugs Vill. Chron.
68, 21
;
ders., Stadtr. Villingen 
152, 11
;
Kläui, Schweiz. Urbare
3, 181, 15
;
Leisi, Thurg. UB 5, 
207, 21
;
688, 9
;
8, 502, 21
;
Argovia
2, 34, 13
;
9, 54, 6
;
Merz, Urk. Bremgarten
47, 4
;
308, 7
;
Welti, a. a. O.
198, 1
;
346, 5
;
UB Zug
700, 231
;
2453, 15
;
2496, 3
;
Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
854, 17
;
Kläui, Urk. Hermetschwil  
179, 8
;
Boner, Urk. Aarau 
910, 4
;
Hauber, a. a. O.
2, 66, 21
;
Gehring, a. a. O.
3, 82, 15
;
503, 20
;
716, 19
;
Rwb
6, 203/4
;
Brinckmeier
1, 1032
;
Pfälz. Wb.
3, 1298
;
Schwäb. Wb.
4, 21
;
Vorarlb. Wb.
1490
;
Birlinger, Spr. Rottweiler Stadtr.
1865, 52
;
Schweiz. Id.
1, 223
.
2.
›Meßgeschirr, mit dem man das Imi abmißt‹.
Wortbildungen:
imiträger
(a. 1516).

Belegblock:

Roder, Hugs Vill. Chron. 
44, 19
(
önalem.
,
1511
):
uff sant Michelstag (29. Sept.) gab man 1 ime, damit man erpsa misst.
Rwb
6, 205
;
Schweiz. Id.
1, 223
3.
ein Flüssigkeitsmaß.
Syntagmen:
ein i. weins
.

Belegblock:

Rwb
6, 203
(a. 
1379
).