imaginieren,
V.;
aus
lat.
imāgināre
›sich vorstellen‹
(Georges
2, 58
).
›sich etw. innerlich, seelisch vergegenwärtigen, tiefsinnig nachdenken‹.
Bedeutungsverwandte:
 1.

Belegblock:

Luther, WA
30, 3, 422, 41
(
1531
):
das der gemeyne man des fuͤrstehenden krieges vom Kaiser, den er ym selbst erticht und imaginirt, nicht erwarte.
Mayer, Folz. Meisterl. 
90, 104
(
nobd.
,
1517
/
8
):
Begreift in irm dictiren | Zal, mas in meyginiren.
Sachs,
4, 119, 14
(
Nürnb.
1556
):
Nun dieser mayster ob benend | Verzeret sein zeyt mit studiern | Und sinreichen imaginiern.
Ebd.
20, 238, 16
(
1555
):
An solchem würd ein weib mich irren, | Zerstören mein imaginiren.
Vetter, Pred. Taulers
260, 15
(
els.
,
1359
):
das der mensche sin meinunge wol bekenne; dar zů gehoͤrt nacht und tag studieren und ymaginieren.
Goldammer, Paracelsus
3, 284, 15
(
1530
/
5
):
wurf aus die unkeuschheit der gedanken, welche durch bildnus imaginirst.
Sudhoff, Paracelsus
4, 540, 25
(
1527
):
dan was imaginiren wir uns das inwendig, als wer es auswendigen.
Ebd.
14, 509, 6
:
so er aber darwider imaginire und zweifele, so seie dise medicin vergeblich.
Sachs
3, 105, 29
;
Goldammer, a. a. O.
277, 20
;
Sudhoff, a. a. O.
9, 220, 23
;
14, 527, 16
;
Rot
317
;
Rußland, Fremdw. b. Sachs.
1933, 138
.