hergen,
V.
›mit einen Heer (wohin) ziehen und Verwüstungen anrichten, Schaden tun, Krieg führen‹; auch transitiv: ›etw. vernichten, verwüsten; jn. bedrängen, unterdrücken, ausrauben‹;
vgl. (
das
1.
Überwiegend nobd. u. moobd. belegt.
Bedeutungsverwandte:
 3, , (V.) 3, ; vgl.  1,  34,  14, , ,
1
 1,
1
, .
Syntagmen:
aufeinander h.
;
etw.
(Akk., z. B.
das königreich / land
)
h., jn. h.
;
jm. h.
;
in allem land h.
;
das wüste hergen
.
Wortbildungen:
hergung
(a. 1513/54).

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
273, 2
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Herr got, sih an den kummer, | das wusten hergen und daz gros rumorn.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
14, 3
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Als aber der kayser Octauianus sölich ir understund erfuer, besamlet er ain zumal gross her; [...] und hergte in allem land.
Ebd.
79, 4
:
wann er [Pippinus] vil anfechtung het von den Hewnen, die in dick hergten.
Munz, Füetrer. Persibein
342, 7
(
moobd.
,
1478
/
84
):
das ich im mynn vnd leib versagt, | drumb herget er mir mit all meins lanndes marke.
Gille u. a., a. a. O.
99, 219
;
309a, 41
;
Spiller, a. a. O.
20, 3
;
21, 26
;
Weber, Füetrer. Poyt.
345, 7
;
Schwäb. Wb.
3, 1472
.
Vgl. ferner s. v.  6.